Mel.: „Womit soll ich dich“ etc.
Israel, wie magst du sagen:
„Dunkel ist mein Weg dem Herrn;
Er hört nicht auf meine Klagen,
Und mein Recht ist von Ihm fern?“
Schau doch, wie der HErr der Zeiten
Gründete der Erde Weiten;
Der wird nimmer müd und matt,
Unerforschlich ist Sein Rath.
Er gibt Kraft in Füll‘ dem Müden,
Daß er’s glücklich weiter bringt.
Dem, der schwach ist, wird beschieden
Stärke g’nug bis ihm’s gelingt,
Ob auch Knaben in Gefährden
Mögen matt und müde werden,
Jünglinge zu Grunde geh’n,
Die in eig’ner Stärke steh’n.
Denen, die des Herren harren,
Wird erneute Kraft bescheert,
Daß sie auf mit Flügeln fahren,
Wie zur Höh‘ der Adler fährt.
Nimmer sinken ihre Glieder,
Wenn sie laufen, müde nieder,
Steten Schritts sie wandeln fort;
Denn es bleibt der HErr ihr Hort.
Melodie: Gotha 1797, Justin Heinrich Knecht (1752-1817)
Quelle:
Predigt-Blätter aus Bad Boll, enthaltend nachgeschriebene Predigten und Vorträge von Pfarrer Blumhardt, herausgegeben von seinem Sohne Theophil Blumhardt. Erster Band. 1879. Im Selbstverlag des Herausgebers. Druck von Chr. Scheufele (früher G. Hasselbrink) in Stuttgart. [S. 376; Digitalisat]
Weblinks und Verweise
Notensätze, 4stimmig ( „Womit soll ich dich“ – pdf, Knecht/pdf, Silcher,
mit Audiofiles (mp3, Knecht/mp3, Silcher; externe Links zu liederindex.de)