Erscheinen meines Gottes Wege (H. Sack)

1) Erscheinen meines Gottes Wege
mir seltsam, rätselhaft und schwer,
und gehen Wünsche, die ich hege,
still unter in dem Sorgenmeer.
Will trüb und schwer der Tag verrinnen,
der mir nur Schmerz und Qual gebracht,
dann darf ich mich auf eins besinnen:
Daß Gott nie einen Fehler macht.

2) Wenn über ungelöste Fragen
mein Herz verzweiflungsvoll erbebt,
an Gottes Liebe will verzagen,
weil sich der Unverstand erhebt,
dann darf ich all mein müdes Sehnen
in Gottes Rechte legen sacht,
und leise sprechen unter Tränen:
Daß Gott nie einen Fehler macht.

3) Drum still, mein Herz, und laß vergehen,
was irdisch und vergänglich heißt.
Im Lichte droben wirst du sehen,
daß gut die Wege, die Er weist.
Und müßtest du dein Liebstes missen,
ja, ging’s durch kalte, finstre Nacht.
Halt fest an diesem sel’gen Wissen:
Daß Gott nie einen Fehler macht.

Liedtext Herbert Sack (geb. 1902, gefallen in Stalingrad 1943)
Musik: Guillaume Franc (1505-1570)

Weblinks und Verweise

Liedeintrag mit Notensatz bei liederindex.de