Jakobus 4, 14

“…die ihr nicht wisset, was morgen sein wird. Denn was ist euer Leben? Ein Dampf ist’s, der eine kleine Zeit währt, danach aber verschwindet er.”

Heute wandern viele hinaus zum Friedhof. Wehmütiger Dank steigt auf zum Herrn, der gegeben und genommen hat, ws uns lieb und teuer war. Ernst werden auch wir an unser Ende erinnert. Von der Vergänglichkeit des Lebens redet Jakobus in unserm Schriftwort.

Er warnt vor Selbstruhm und mahnt uns zur Bescheidenheit, daß wir ja nicht zu groß von uns denken. Denn das Leben ist wie ein Dampf, der nur eine kleine Zeit währt. Wie töricht ist es, wenn wir Menschenkinder, die doch Staub und Asche sind, uns mit unseren Leistungen brüsten wollen! Und schon morgen sind wir vielleicht nicht mehr.

Aber in dem Bilde, das Jakobus braucht, kann uns auch noch etwas andres klar werden: Der Dampf, der ein Wölklein ist, das in nichts zergeht, ist doch, wie wir wissen – man braucht nur an die Dampfmaschine zu denken – zu großen Kraftleistungen fähig. So kann Gott auch unser nichtiges Leben in seinem Dienst brauchen und fruchtbar machen. Dann ist es, auch wenn es kurz war, nicht umsonst gewesen. Denn dazu hat der Herr seine Jünger erwählt, daß sie Frucht bringen.

Quelle:
Za.-W., Neukirchener Kalender am Sonntag, den 24. November 1940 (Totensonntag)
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Evangelium: Matthäus 25, 1-13
Lehrbrief: 2. Petrus 3, 3-14
Altes Testament: Jesaja 65, 17-19:23-25

Weitere Betrachtungen zu diesem Vers von William McDonald und Hermann Bezzel bei evangeliums.net