1. Johannes 1, 10

„Wenn wir sagen, daß wir nicht gesündigt haben, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.“ (1. Johannes 1, 10)

Wir alle wissen, daß Sündenbekenntnis unumgänglich nötig ist zu unserem Heil. Wenn wir unsere Sünden nicht wahrhaftig und aufrichtig unserem Gott bekennen, so haben wir keine Verheißung, daß wir Erbarmen finden werden durch das Blut des Erlösers. „Wer seine Sünden bekennt und läßt, der wird Barmherzigkeit erlangen.“

Aber in der ganzen Schrift steht keine Verheißung für den, welcher seine Sünden nicht bekennt. Wie nun aber der Mensch sich über jeden Gegenstand der Schrift täuschen kann, so kann er sich besonders in Rücksicht des Bekenntnisses der Sünde sehr betrügen. Manche legen ein Sündenbekenntnis vor Gott ab, und doch empfangen sie keinen Segen, weil ihr Bekenntnis nicht die bestimmten Zeichen hat, welche von Gott verlangt werden, wenn das Bekenntnis rein und lauter sein und sich als ein Werk des heiligen Geistes ausweisen soll.

All den vielen, welche lange genug von Gott weggelaufen sind, läßt Gott sagen: „Kehrt wieder zurück, ich will euch wieder annehmen.“ Christus hat niemals einen armen Sünder, der wiederkehrte, von sich gewiesen. Darum kommt zu Ihm, ihr könnt ja nicht schlechter sein, als der verlorene Sohn. Kommt doch zu eures Vaters Haus; so gewiß, als Er Gott ist, wird Er auch sein Wort halten: „Wer zu mir kommt, den will ich nicht hinausstoßen.“

(Charles Haddon Spurgeon)


Eingestellt am 5. August 2021 – Letzte Überarbeitung am 16. Mai 2024