1. Korinther 1, 23

„Wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit.“

Thomas Manton sagt: „Wenn ein Fürst, der an einem Schafott vorüberginge, die Ketten des Missetäters übernähme und an seiner Stelle litte, so würde das in der Tat eine wundervolle Handlung sein.“

Solche Tat würde durch die ganze Weltgeschichte hindurch klingen und als ein staunenswertes Beispiel heroischen Mitleidens angeführt werden; und wohl verdient würden alle Worte des Lobes und Sonette der Bewunderung sein, die sie
berichteten und verherrlichten. Doch tat unser Herr Jesus dies und unendlich mehr für diejenigen, die nicht nur Missetäter, sondern Feinde seines eigenen Thrones und seiner Person waren.

Dies ist ein Wunder der Wunder! Aber, ach, Ihm wird auch heute wenig Lob zuteil. Die meisten Menschen um uns her haben davon gehört und behandeln es als eine müßige Erzählung, und große Mengen betrachten es als eine fromme Legende, die nur verdient,
als ehrwürdige Fabel wiederholt, und dann als unpraktische Mythe vergessen zu werden. Selbst die, welche wissen, glauben und bewundern, sind doch kalt in ihren Gefühlen hinsichtlich der Geschichte vom Kreuz. Hier ist Liebe, die unsre Herzen in Brand setzen sollte, und doch halten wir kaum einen glimmenden Funken Enthusiasmus lebendig.

Herr Jesus, sei Du in unseren Vorstellungen mehr wirklich und wesenhaft, und sei so völliger der Herr über unsere Neigungen.

(Charles Haddon Spurgeon)

Wenn ich mich selbst betrachte,
so wird mir angst und weh;
wenn ich auf Jesum achte,
so steig ich in die Höh,
so freut sich mein erlöster Geist,
der durch das Blut des Lammes
erlöst und selig heißt.

(Woltersdorf)

Verweise:

Bibeltext: 1. Kor. 1, 23

Betrachtung zum Vers von Aiden Wilson Tozer (externer Link zu evangeliums.net)

Golgatha war kein Unfall – Warum Jesus sterben mußte (Predigt von Dr. Helmuth Egelkraut)