Die Wiedergeburt im Christentum

Zahlreiche Stellen im Neuen Testament der Heiligen Schrift unterstreichen die Existenz und die Notwendigkeit einer geistlichen Wiedergeburt.

Durch den Sündenfall bedingt hat der Mensch von Geburt an eine sündhafte Natur. Deshalb ist der natürliche Mensch geistlich tot, das bedeutet, daß er weder die Neigung noch die Fähigkeit hat, mit Gott Gemeinschaft zu haben, und auch nicht den Willen, ihm zu gehorchen. Diese sündliche Natur wird auch als „Fleisch“ bezeichnet, welches biblisch in den Gegensatz zum „Geist“ gesetzt wird. Allgemein bekannt ist der häufig bloß als Redensart bekannte Vers (Matthäus 26, 41b):

Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.

Die biblische Wiedergeburt (manchmal auch „neue Geburt“ oder „von Gott geboren“ genannt) ist demnach eine geistliche Veränderung, und zwar eine grundlegende Wesensveränderung, die nur Gott selbst anstoßen und bewirken kann. Sie führt zur Neuschöpfung, zu einer göttlichen Natur. Ohne diese Wiedergeburt kann ein Mensch das Reich Gottes weder sehen noch hineinkommen:

Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. (Johannes 3, 3)

Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Es sei denn daß jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleisch geboren wird, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren wird, das ist Geist. Laß dich’s nicht wundern, daß ich dir gesagt habe: Ihr müsset von neuem geboren werden. (Johannes 3, 5-7)

Welche nicht von dem Geblüt noch von dem Willen des Fleisches noch von dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind. (Johannes 1, 13)

Es wird gesät ein natürlicher Leib, und wird auferstehen ein geistlicher Leib. Ist ein natürlicher Leib, so ist auch ein geistlicher Leib. (1. Korinther 15, 44)

Das sage ich aber, liebe Brüder, daß Fleisch und Blut nicht können das Reich Gottes ererben; auch wird das Verwesliche nicht erben das Unverwesliche. (1. Korinther 15, 50)

Gelobt sei Gott und der Vater unsers HERRN Jesu Christi, der uns nach seiner Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten; (1. Petrus 1, 3)

Als die da wiedergeboren sind, nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, nämlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da ewig bleibt. (1. Petrus 1, 23)

Wer da glaubt, daß Jesus sei der Christus, der ist von Gott geboren, Und wer Den liebt, der Ihn geboren hat, der liebt auch Den, der von Ihm geboren ist.“ (1. Johannes 5, 1)

Nicht um der Werke willen der Gerechtigkeit, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit machte er uns selig durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des heiligen Geistes; (Titus 3, 5)

Da die Wiedergeburt ds Hören der Heilsbotschaft und eine bewußte Umkehr zu Gott und Glauben an Jesus Christus erfordert, was nur eine bewußte Person ausführen kann, ist die Lehre von der Taufwiedergeburt biblisch nicht haltbar.

„Ich glaube nicht, daß die Kindertaufe die Wiedergeburt ist; dagegen streitet die allgemeine Erfahrung, denn das wird keiner behaupten, daß alle Getauften wiedergeborene Christen sind…“

„So bleibt es denn leider die gewöhnliche Ordnung, daß der in dem Menschen schlummernde Keim des göttlichen Lebens durch Buße und Glauben geweckt und auf diese Weise eine neue Kreatur wird.“

(Pastor Julius Dammann)

Biblische Betrachtungen und Auslegungen

Der hochwichtige Artikel von der Wiedergeburt (Spener)

Erwachen zum Leben (Eva von Tiele-Winckler)

Glaube und Wiedergeburt (Spurgeon)

Leben der Wiedergeburt (Schlatter)

Sechste Predigt: Die Wiedergeburt (Joh. Wesley)

Unsere Wiedergeburt zum ewigen Leben (Ph. Nicolai)

Wiedergeburt durch die Taufe? (Spurgeon)

Weblinks und Verweise

Die Wiedergeburt im Christentum – was ist das? (externer Link zu emmauskurse.org)

Die Folgen der Wiedergeburt (externer Link zu emmauskurse.org)

Eingestellt am 1. August 2022 – Letzte Überarbeitung am 31. August 2022