Offenbarung 19, 1-10: Das Halleluja im Himmel und die Braut des Lammes

23. Bibelstunde

Jubel über den Untergang Babylons

1 Darnach hörte ich eine Stimme großer Scharen im Himmel, die sprachen: Halleluja! Heil und Preis, Ehre und Kraft sei Gott, unserm HERRN!
2 Denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte, daß er die große Hure verurteilt hat, welche die Erde mit ihrer Hurerei verderbte, und hat das Blut seiner Knechte von ihrer Hand gefordert.(5. Mose 32.43)  (Offenbarung 6.10)
3 Und sie sprachen zum andernmal: Halleluja! und der Rauch geht auf ewiglich. (Jesaja 34.10)
4 Und die vierundzwanzig Ältesten und die vier Tiere fielen nieder und beteten an Gott, der auf dem Stuhl saß, und sprachen: AMEN, Halleluja! 
(Psalm 106.48
)  (Offenbarung 4.4)  (Offenbarung 4.6)  (Offenbarung 5.11)
5 Und eine Stimme ging aus von dem Stuhl: Lobt unsern Gott, alle seine Knechte und die ihn fürchten, beide, klein und groß!
6 Und ich hörte wie eine Stimme einer großen Schar und wie eine Stimme großer Wasser und wie eine Stimme starker Donner, die sprachen: Halleluja! denn der allmächtige Gott hat das Reich eingenommen
7 Lasset uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben! denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und sein Weib hat sich bereitet. (Offenbarung 21.9)
8 Und es ward ihr gegeben, sich anzutun mit reiner und schöner Leinwand. (Die köstliche Leinwand aber ist die Gerechtigkeit der Heiligen.)  (Jesaja 61.10)
9 Und er sprach zu mir: Schreibe: Selig sind, die zum Abendmahl [wörtlich: “Hochzeitsmahl”] des Lammes berufen sind. Und er sprach zu mir: Dies sind wahrhaftige Worte Gottes.
10 Und ich fiel vor ihn zu seinen Füßen, ihn anzubeten. Und er sprach zu mir: Siehe zu, tu es nicht! Ich bin dein Mitknecht und deiner Brüder, die das Zeugnis Jesu haben. Bete Gott an! (Das Zeugnis aber Jesu ist der Geist der Weissagung.)  (Offenbarung 22.8-9)

Babylon wird fallen! Diese gewisse Hoffnung der wartenden, leidenden und kämpfenden Gemeinde eindrücklich und wichtig zu machen, wird die Offenbarung nicht müde. Was die Vernichtung dieser Weltstadt der Endzeit einst bedeuten werde, können wir kaum überschätzen. Kap. 17 u. 18 reden von ihrem Treiben und von ihrem Untergang, der die ganze Welt und die Mächte der Hölle und des Himmels bewegt, und in Kap. 19 hören wir das Jauchzen der Himmelswelt über Babylons Fall.

Wir denken zurück an den Jubel und den anbetenden Preis, der 11, 15ff. im Himmel erschollen ist. Die siebente Posaune war ertönt. Was sie im einzelnen alles bringen solle, wurde uns nicht gesagt. Nur das: „Ende gut, alles gut!“ haben wir aus den himmlischen Stimmen herausgehört, und dann sind wir von 11, 19 an erst recht in den ganzen schweren Werdegang der Geschichte der Gemeinde Jesu bis zu der furchtbaren antichristlichen Endzeit eingeführt worden. Und jetzt, da mit dem Fall Babylons der Zusammenbruch der widergöttlichen Herrschaft gekommen ist und unaufhaltsam sich vollenden wird, wiederholt sich in Kapitel 19 der Lobgesang der Himmel, nur noch voller und gewaltiger, als wir ihn im voraus schon 11, 15-18 vernommen haben.

Wie der laute Ruf einer gewaltigen Volksmenge ertönt es. Und wir dürfen Zeugen der Freude sein, zu der 18, 20 die himmlischen Heerscharen und die vollendeten Gerechten aufgefordert worden sind. Ein „Halleluja“, „Lobet den Herrn“ erfüllt die Himmel. Viermal erschallt es: „Halleluja“! Nirgends sonst im Neuen Testament, auch in der Offenbarung nicht, erklingt dieser Jubel- und Dankruf. Im Alten Testament hören wir ihn zum erstenml Psalm 104, in dem Lobpreis der Schöpfung, der mit den Worten schließt:

„Der Sünder müsse ein Ende werden auf Erden und die Gottlosen nicht mehr sein. Lobe den Herrn, meine Seele! Halleluja!“

So ertönt auch an unsrer Stelle das Halleluja jetzt, wo das Flehen jener erfüllt wird, die die Vertilgung der Macht des Bösen in Gottes Schöpfung ersehnen. Das Gericht über die Bosheit hat mit dem Untergang der Weltstadt entscheidend begonnen, der Sturz der Weltmacht wird ihm auf dem Fuße folgen. Darum ist es jetzt offenbar und soll laut gepriesen werden, daß lauter Heil und Herrlichkeit und Kraft bei unsrem Gott ist. Des sind seine Gerichte Zeugen, die so ergehen, wie gerechte Gerichte ergehen müssen, und die zugleich Taten der Rettung und Verherrlichung voll Gotteskraft sind:

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