Die neuen Lehren der römisch-katholischen Kirche

Die neuen Lehren der römisch=katholischen Kirche im Vergleich mit der alten Lehre des Herrn und seiner Apostel

Die neuen Lehren der römisch-katholischen Kirche – im Vergleich mit der alten Lehre des Herrn und seiner Apostel in siebenzig Fragen mit mehr als 150 Belegstellen des Alten Testaments nach L. van Eß und des Neuen Testaments nach Kistemakers bischöflich approbirter Uebersetzung.

Stuttgart, 1871. Druck und Verlag von J. F. Steinkopf.

In 70 Fragen und Antworten dargestellt. 48 Seiten.

[Digitalisat verfügbar]


I. Das Wort Gottes.

1. Frage: Aus welcher Quelle lernst du die Religions=Wahrheiten kennen?

Antwort: Aus der Bibel, den heiligen Schriften des Alten und des Neuen Testamentes, dem Worte Gottes.

2. Frage: Warum nennst du die Bibel das Wort Gottes?

Antwort: Weil diese Bücher auf Antrieb und unter Leitung des Geistes Gottes geschrieben sind.

3. Frage: Weshalb hat uns Gott dieses Buch gegeben?

Antwort: Damit wir einen gewissen und deutlichen Unterricht über das Wesen Gottes und die Natur des Menschen und eine hinreichende Unterweisung zu unserer Seligkeit besitzen möchten.

4. Frage: Darf dir Jemand das Wort Gottes zu lesen verbieten?

Antwort: Nein! Was mir Gott selbst gegeben hat, darf mir kein Mensch nehmen. Das Verbot würde mir Schaden bringen für meine Seele und eine Zurücksetzung der Gabe Gottes sein. Gott hat’s nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich geboten, sein Wort zu lesen.

Jesaja 34, 16 LUT: Suchet nun in dem Buch des HERRN und leset! es wird nicht an einem derselben fehlen; man vermißt auch nicht dies noch das. Denn er ist’s, der durch meinen Mund gebeut, und sein Geist ist’s, der es zusammenbringt.
2. Timotheus 3, 15-16: Weil du von Kindheit an die heiligen Schriften kennest, welche dich belehren können zur Seligkeit, die da ist durch den Glauben an Jesum Christum. Alle von Gott eingegebene Schrift ist nützlich zur Belehrung, zur Widerlegung, zur Besserung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit. [Tractat für die Seelsorge hierzu von Wilh. Löhe]
Ev. Johannes 20, 30-31: Auch viele andere Zeichen hat Jesus getan vor dem Angesicht Seiner Jünger, welche nicht geschrieben stehen in diesem Buch. Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubet, daß Jesus sei Christus, der Sohn Gottes; und damit ihr, da ihr glaubet, das Leben habet in Seinem Namen.
Ev. Johannes 5, 39: Forschet in den Schriften, weil ihr meinet, das ewige Leben in ihnen zu haben; und sie sind’s, die von mir zeugen.
1. Thessalonicher 5, 27: Ich beschwöre euch bei dem Herrn, daß dieses Schreiben allen geheiligten Brüdern vorgelesen werde.
Kolosser 4, 16: Und wenn der Brief bei euch gelesen ist, so schafft, daß er auch in der Gemeinde zu Laodizea gelesen werde und daß ihr den von Laodizea lest.
2. Petrus 1, 19-21: Und wir haben desto fester das prophetische Wort, und ihr tut wohl, daß ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint in einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen. Und das sollt ihr für das Erste wissen, daß keine Weissagung in der Schrift geschieht aus eigener Auslegung. Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht; sondern die heiligen Menschen Gottes haben geredet, getrieben von dem heiligen Geist.


II. Der einfache Weg zur Seligkeit.

5. Frage: Was lernst du aus der Bibel vom Wesen Gottes?

Antwort: Gott ist die Liebe, und ich darf mich zu ihm alles Guten vertrauungsvoll versehen.

6. Frage: Zürnet denn nicht Gott gegen die Sünde und will er nicht die Sünder strafen?

Antwort: Gott ist heilig und gerecht, und hat eben deshalb seinen eingebornen Sohn in diese Welt gesandt, um uns von unsern Sünden und der ewigen Verdammnis zu erlösen.

1. Johannes 4, 16-19: Gott ist die Liebe; und wer bleibt in der Liebe, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Darin ist die göttliche Liebe vollkommen in uns, daß wir Zuversicht haben auf den Tag des Gerichts, weil wie Er ist, so auch wir sind in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus: denn die Furcht hat Qual; wer aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe. Lasset uns also Gott lieben; denn Gott hat uns zuerst geliebt.
1. Johannes 4, 9-10: Daran ist offenbart worden die Liebe Gottes zu uns, daß Gott Seinen eingebornen Sohn in die Welt gesandt hat, auf daß wir leben durch Ihn. Darin tut sich dar die Liebe: Wir sind’s nicht, die Gott geliebt haben, sondern Er hat uns zuerst geliebt und hat gesandt Seinen Sohn, die Sühnung für unsere Sünden.

7. Frage: Wie werden wir durch den Sohn Gottes von den Sünden erlöst?

Antwort: Der Sohn Gottes lehrt uns unsere Sünden und verderbte Natur erkennen, fordert uns zur Bekehrung und zum Glauben an ihn auf und schenkt uns dazu seinen heiligen Geist, daß wir in einem neuen Leben wandeln.

8. Frage: Wie werden wir durch den Sohn Gottes von den Strafen der Sünde erlöst?

Antwort: Jesus hat als unser Stellvertreter die Strafe auf sich genommen und für uns erduldet, so daß wir sie nicht mehr zu leiden brauchen.

Markus 1, 15: Tut Buße und glaubet dem Evangelium.
Matthäus 11, 28-30: Kommet her zu Mir Alle, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken! Nehmet auf euch Mein Joch und lernet von Mir, Ich bin sanftmütig und demütiges Herzens, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen. Denn Mein Joch ist sanft und Meine Bürde ist leicht.
Ev. Johannes 8, 12: Da redete Jesus abermals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.
Ev. Johannes 7, 37: Wenn einen dürstet, der komme zu Mir und trinke!
Ev. Johannes 6, 37b: Wer zu Mir kommt, den werde Ich nicht hinausstoßen.
Ev. Johannes 1, 29:. Des anderen Tages sieht Johannes Jesum zu sich kommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes, siehe, welches hinwegnimmt die Sünde der Welt!
Jesaias 53, 4-5: Er trägt in Wahrheit unsere Leiden, und unsere Schmerzen hat er auf sich genommen; wir halten ihn für von Gott gestraft, geschlagen und erniedrigt. Er ist durchbohrt um unserer Sünden willen, geschlagen wegen unserer Missetat. Die Züchtigung zu unserem Heil liegt auf ihm, durch seine Wunden wird uns Heilung.
1. Petrus 2, 24: Welcher unsre Sünden selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, auf daß wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch welches Wunden ihr seid heil geworden.
Römer 5, 6-11: Denn auch Christus, da wir noch schwach waren nach der Zeit, ist für uns Gottlose gestorben. Nun stirbt kaum jemand um eines Gerechten willen; um des Guten willen dürfte vielleicht jemand sterben. Darum preiset Gott seine Liebe gegen uns, daß Christus für uns gestorben ist, da wir noch Sünder waren. So werden wir ja viel mehr durch ihn bewahrt werden vor dem Zorn, nachdem wir durch sein Blut gerecht geworden sind. Denn so wir Gott versöhnt sind durch den Tod seines Sohnes, da wir noch Feinde waren, viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, so wir nun versöhnt sind. Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unsern HERRN Jesus Christus, durch welchen wir nun die Versöhnung empfangen haben.
1. Petrus 3, 18: Sintemal auch Christus einmal für unsre Sünden gelitten hat, der Gerechte für die Ungerechten, auf daß er uns zu Gott führte, und ist getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist.

9. Frage: Was verlangt denn Gott für diese Wohltat von uns?

Antwort: Er verlangt nichts anderes, als daß wir diese Gnade der Erlösung mit dankbarem und freudigem Herzen annehmen, ihn lieben und ihm vertrauen in willigem Gehorsam, wie ein Kind gegen seinen Vater.

Ev. Johannes 1, 12: Wie viel Ihn aber aufnahmen, denen gab Er Macht, Kinder Gottes zu werden, denjenigen, die an Seinen Namen glauben.
2. Korinther 5, 15: Für Alle ist Christus gestorben, auf daß die da leben, nun nicht sich selbst leben, sondern Dem, der für sie ist gestorben und auferstanden.
1. Petrus 1, 13-16: Mit umgürteten Lenden eures Gemüts und nüchternes Geistes, setzet ganz eure Hoffnung auf die euch dargebotene Gnade bei der Erscheinung Jesu Christi; als gehorsame Kinder, euch nicht ergebend den vormaligen Lüsten in den Zeiten eurer Unwissenheit; sondern, wie Der heilig ist, der euch berufen hat, seid auch ihr heilig in eurem ganzen Wandel.

10. Frage: Was lehrt uns das Wort Gottes von der Natur des Menschen?

Antwort: Gott hat zwar den Menschen gut und heilig erschaffen, aber die Stammeltern sind von Gott abgefallen und seine Feinde geworden, so daß wir nun von Natur mit einem bösen und gottlosen Sinne behaftet sind.

Psalm 14, 3: Alle sind abgewichen, sämtlich sind sie verdorben. Keiner tut Gutes, auch nicht Einer.

Römer 3, 10-12: Wie denn geschrieben steht: „Da ist nicht, der gerecht sei, auch nicht einer. Da ist nicht, der verständig sei; da ist nicht, der nach Gott frage. Sie sind alle abgewichen und allesamt untüchtig geworden. Da ist nicht, der Gutes tue, auch nicht einer.

11. Frage: Kann sich der Mensch in eigener Kraft von diesem elenden Zustand befreien?

Antwort: Nein.

Matthäus 16, 26: Was hülfe es dem Menschen wenn er die ganze Welt gewönne, aber Schaden nähme an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, womit er seine Seele löse?
Römer 7, 24.25: Ich elender Mensch! Wer wird mich frei machen von dem Leibe des Todes? Die Gnade Gottes durch Jesum Christum, unsern Herrn!

12. Frage: Wie können wir denn erlöst werden?

Antwort: Allein dadurch, daß wir im Glauben den von Gott uns gesandten Erretter annehmen. Dann will uns Gott aus Gnaden Vergebung der Sünden und Gerechtigkeit schenken.

2. Korinther 5, 19-21: Ja, Gott war in Christo und versöhnte die Welt mit Sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht an und hat uns aufgetragen das Wort der Versöhnung. Wir sind also Botschafter für Christum, Gott ermahnet so durch uns; wir bitten an Christi Statt: Versöhnet euch mit Gott! Den, der von keiner Sünde wußte, hat Er für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir würden in Ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt.

13. Frage: Wodurch sind viele Christen von diesem einfachen Wege zur Seligkeit abgeführt worde?

Antwort: Es wurden einzelne christliche Lehren in’s Äußerliche übertrieben und einseitig ausgebildet, wodurch die innere Gottseligkeit und Frömmigkeit in das Gegenteil verkehrt wurde.

Matthäus 23, 23 LUT: Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr verzehntet die Minze, Dill und Kümmel, und laßt dahinten das Schwerste im Gesetz, nämlich das Gericht, die Barmherzigkeit und den Glauben! Dies soll man tun und jenes nicht lassen.

III. Vom Mönchsleben und Klostergelübden.

14. Frage: Welchen scheinbar guten Anfang hat das Mönchsleben gehabt?

Antwort: Ein frommer Mann Antonius ging 285, nachdem er sein Vermögen unter die Armen verteilt hatte, als Einsiedler in die ägyptische Wüste, um von der Welt geschieden sich beständiger Andacht zu weihen. Es folgten ihm Andere zu gleichem Zweck. So entstanden Klöster, welche gewisse Regeln annahmen, und deren Bewohner das Gelübde der Armut, Keuschheit und des Gehorsams ablegen mußten.

15. Frage: Welche verderblichen Folgen hat dieses Mönchsleben gehabt?

Antwort:
1. Da dieses Mönchsleben auf der falschen Voraussetzung beruht, als könne man der Welt in der Welt entfliehen, die jeder sündige Mensch von Natur in seinem Herzen trägt, so suchte man die Frömmigkeit in gesetzlichen gottesdienstlichen Verrichtungen und An dachtsübungen.
2. Die von Gott angeordneten Berufsarbeiten des häuslichen und bürgerlichen Lebens wurden als unheilige und weltliche verachtet, so sie doch gute Werke der Liebe sind, wenn sie nur in frommer Gesinnung und im rechten Glauben geschehen.
3. Da die abgelegten unwiderruflichen Gelübde dem Worte Gottes und der menschlichen Natur zuwider sind, verführten sie nicht nur zu schädlichen Versuchungen und Anfechtungen, sondern auch zu desto größeren und gräulichen Sünden der Unmäßigkeit, Faulheit, Unzucht und anderen Lastern, so daß viele Klöster als geheime Stätten der Gottlosigkeit aufgehoben werden mußten.
4. Die Klöster rissen sehr häufig ungeheures Vermögen an sich und trugen zur Verarmung des Volkes nicht wenig bei.

Ev. Johannes 17, 15: Ich bitte nicht daß Du sie aus der Welt nehmest sondern daß Du sie bewahrest vor dem Bösen.
1. Korinther 5, 9-11: Ich habe euch geschrieben in dem Briefe, daß ihr nichts sollt zu schaffen haben mit den Hurern. Das meine ich gar nicht von den Hurern in dieser Welt oder von den Geizigen oder von den Räubern oder von den Abgöttischen; sonst müßtet ihr die Welt räumen. Nun aber habe ich euch geschrieben, ihr sollt nichts mit ihnen zu schaffen haben, so jemand sich läßt einen Bruder nennen, und ist ein Hurer oder ein Geiziger oder ein Abgöttischer oder ein Lästerer oder ein Trunkenbold oder ein Räuber; mit dem sollt ihr auch nicht essen.
Ev. Matthäus 5, 15-16: Man zündet nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter, damit es Allen leuchte, die im Hause sind. Also leuchte vor den Menschen euer Licht, daß sie eure guten Werke sehen und euren Vater verherrlichen, der im Himmel ist.

Zugleich wegen gesetzlicher Fasttage:

Kolosser 2, 16-23: So lasset nun niemand euch Gewissen machen über Speise oder über Trank oder über bestimmte Feiertage oder Neumonde oder Sabbate; welches ist der Schatten von dem, das zukünftig war; aber der Körper selbst ist in Christo. Laßt euch niemand das Ziel verrücken, der nach eigener Wahl einhergeht in Demut und Geistlichkeit der Engel, davon er nie etwas gesehen hat, und ist ohne Ursache aufgeblasen in seinem fleischlichen Sinn und hält sich nicht an dem Haupt, aus welchem der ganze Leib durch Gelenke und Fugen Handreichung empfängt und zusammengehalten wird und also wächst zur göttlichen Größe.

So ihr denn nun abgestorben seid mit Christo den Satzungen der Welt, was lasset ihr euch denn fangen mit Satzungen, als lebtet ihr noch in der Welt? „Du sollst“, sagen sie, „das nicht angreifen, du sollst das nicht kosten, du sollst das nicht anrühren“, was sich doch alles unter den Händen verzehrt; es sind der Menschen Gebote und Lehren, welche haben einen Schein der Weisheit durch selbst erwählte Geistlichkeit und Demut und dadurch, daß sie des Leibes nicht schonen und dem Fleisch nicht seine Ehre tun zu seiner Notdurft.

1. Timotheus 4, 1-5Der Geist aber sagt deutlich, daß in den letzten Zeiten Einige abfallen werden vom Glauben, anhangen den Geistern des Trugs und Lehren der Teufel; mit Gleißnerei, Lüge reden, gebrandmarkt in ihrem Gewissen, gebieten, nicht zu heiraten und von Speisen sich zu enthalten, die Gott geschaffen hat, daß sie mit Danksagung genossen werden von den Gläubigen, von denen, welche die Wahrheit erkannt haben, daß Alles was Gott erschaffen hat, gut ist, und daß nichts verwerflich sei, genossen mit Danksagung: denn es wird geheiligt durch das Wort Gottes und das Gebet.

1. Korinther 8, 8: Speise empfiehlt uns nicht bei Gott; denn obgleich wir essen, gelten wir darum mehr? und obgleich wir nicht essen, gelten wir darum weniger?

1. Korinther 6, 12: Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles frommt; Alles ist mir erlaubt, aber ich soll mich nicht beherrschen lassen von irgend etwas.

Ev. Matthäus 6, 16-18:  Wenn ihr fastet  u. s. w.

2. Mose 20, 9: Sechs Tage sollst du arbeiten, und alle deine Arbeit verrichten.

1. Thessalonicher 4, 11.12Lasset es euch angelegen sein, ein geruhiges Leben zu führen, euren eigenen Geschäften obzuliegen und euch mit eurer Hände Arbeit zu ernähren, wie wir euch geboten haben, auf daß ihr wohlanständig wandelt vor denen, die draußen sind, und Niemandes bedürfet. (- Bettelmönche! -)

2. Thessalonicher 3, 10-12 Als wir bei euch waren, haben wir dies euch angesagt: daß, wer nicht arbeiten will, nicht essen soll. Wir haben denn gehört, daß Etliche unter euch unordentlich wandeln, nicht arbeiten, sondern unnütze Dinge treiben. Diesen und dergleichen gebieten wir, und ermahnen im Herrn Jesu Christo, daß sie geruhig arbeitend ihr eigen Brot essen.

Römer 14, 17: Das Reich Gottes ist ja nicht Speise und Trank, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im heiligen Geist.

Hebräer 13, 9: Lasset euch nicht umhertreiben von mancherlei und von fremden Lehren; das Herz stärken mit der Guade ist ja das Beste, nicht mit Speisen, die denen nicht nützten, welche darauf hielten.

Matthäus 4, 7: Jesus sprach zu ihm: Es stehet aber auch geschrieben: „Du sollst den Herrn deinen Gott nicht versuchen.“

Matthäus 6, 13: Führe uns nicht in Versuchung; sondern erlöse uns von dem Uebel.  Amen.


Exkurs

Eindrücklich bestätigt wird die Not, welche gerade viele aufrichtige katholische Mönche und Priester empfinden, durch das Selbstzeugnis eines ehemaligen katholischen Priesters und Benediktiners, Henry Gregory Adams. Adams schreibt:

„Ich wollte unbedingt dem Herrn Jesus Christus dienen und dachte, genau dies würde ich durch mein klösterliches Leben tun. Jede einzelne der Klosterregeln hielt ich genau ein. Jeden Mittwoch und Freitag Abend kasteite ich mich, manchmal bis mein Rücken blutete; als Bußübung küsste ich oft den Boden; oft aß ich mein kärgliches Essen kniend, oder verzichtete gänzlich auf Nahrung. Ich absolvierte viele verschiedene Bußübungen, weil ich ernsthaft nach Errettung suchte. Man sagte mir, daß ich dadurch schließlich den Himmel verdienen könne. Ich wußte nicht, daß Gottes Wort sagt: „Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch den Glauben, und das nicht aus euch – Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“ (Epheser 2, 8–9).


IV. Von der Heiligenverehrung.

16. Frage: Wie ist die Heiligenverehrung entstanden?

Antwort: Als der Kaiser Konstantin 312 das Christentum annahm und das Heidentum abschaffte, wurde die Anbetung der heidnischen Gottheiten vielfach auf die Verehrung der Heiligen, besonders der Märtyrer, übertragen, und sie wurden im 4. und 5. Jahrhundert als Fürbitter bei Gott und Helfer in manchen Nöten angerufen.

17. Frage: Seit wann hat die Heiligenverehrung ihre gegenwärtige Gestalt angenommen?

Antwort: Obgleich auf einer Synode zu Frankfurt 794 die Anrufung neuer Heiligen verboten und dieses Gebot von Kaiser Karl dem Großen 805 neu eingeschärft worden war, nahm doch Papst Johann XV. 993 das erste Beispiel einer allgemeinen Heiligsprechung vor, und 1170 erklärte Papst Alexander III. die Heiligsprechung für ein ausschließliches Recht des apostolischen Stuhles. Seitdem sind viele Heiligsprechungen fast von allen Päpsten vorgenommen worden so daß sich die Zahl derselben nicht mehr übersehen läßt.

18. Frage: Welche irrige Ansicht hat sich noch an die Heiligenverehrung angeschlossen?

Antwort: Es ist erstens eine Irrlehre, daß die Heiligen eine besondere Klasse von Menschen sind; zweitens, daß sie mehr gute Werke getan haben sollen, als zu ihrer eigenen Seligkeit nötig gewesen seien; und drittens, daß diese überschüssigen guten Werke einen Schatz bilden, aus welchem die römische Kirche nach Gutdünken andern Menschen Verdienste zuwenden könne.

19. Frage: Warum müssen die Lehren von der Heiligenverehrung verworfen werden?

Antwort:
1. Gott allein ist der Herzenskündiger, der weiß, ob ein Mensch heilig ist oder nicht;
2. die Heiligen sind ebensogut Sünder, wie alle anderen Menschen auch, welche nur aus Gnaden selig werden können;
3. kein Mensch wird durch seine Werke selig, und es gibt also noch viel weniger überschüssige gute Werke;
4. es steht nicht in der Macht eines Papstes oder Priesters, Verdienste auf andere zu übertragen, denn es ist allein eine Sache Gottes, wenn er uns das Verdienst Christi aus Gnaden anrechnen will;
5. die Heiligen sind weder allwissend noch allgegenwärtig, deshalb wissen sie von unserem Tun und Lassen nichts und haben von unserem Beten keine Kunde:

Jesaja 63, 16: Bist du doch unser Vater; denn Abraham weiß von uns nicht, und Israel kennt uns nicht. Du aber, HERR, bist unser Vater und unser Erlöser; von alters her ist das dein Name.

6. Wir sind an den Sohn Gottes als den einzigen Fürsprecher beim Vater gewiesen, und ihn mißtrauisch oder kleingläubig bei Seite setzen, da er doch sein Leben für uns gelassen hat, ist eine schwere Beleidigung seiner Liebe und große Sünde;
7. die Heiligenverehrung drängt in sehr gefährlicher Weise die Verehrung Gottes und seines Sohnes in den Hintergrund;
8. die vielen den Heiligen zu Ehren veranstalteten Feiertage üben in den Gegenden, wo sie bestehen, einen verderblichen Einfluß auf den Wohlstand des Volkes aus, indem nicht nur nötige Arbeitstage demselben entzogen werden, sondern diese Feiertage auch noch sehr häufig zu ausschweifenden Volksbelustigungen Veranlassung geben.

20. Frage: Was sollte deßhalb in der römisch katholischen Kirche geschehen?

Antwort:  Man sollte die ganze Heiligenverehrung abschaffen, und es sollte sich Jedermann von ganzem Herzen zu dem Herrn und Heiland hinwenden, der nicht nur helfen kann, sondern dessen größte Freude es auch ist, einem armen bußfertigen Sünder die Sünde zu vergeben und ihn selig zu machen.

1. Könige 8, 39: So höre Du es im Himmel, der Stätte Deiner Wohnung, und vergib und tue, und gib einem Jeden nach seinem Wandel, der du sein Herz kennest, denn Du kennest allein das Herz aller Menschenkinder.
Römer 3, 22-24: Denn es ist kein Unterschied: indem Alle gesündigt haben, und ermangeln des Ruhmes vor Gott. Und gerechtfertigt werden sie, unverdient, durch Seine Gnade, durch die Erlösung, die sie haben in Christo Jesu.
Hebräer 7, 24-25: Dieser (Christus) aber, weil Er bleibt in Ewigkeit, hat ein unvergängliches Priestertum. Daher kann Er auch auf immer die selig machen, welche durch ihn zu Gott sich nahen, weil Er immerdar lebet, um zu bitten für uns.

[….]

V. Vom Mariendienst.

21. Frage: Seit wann sind die Marienfeste aufgekommen?

Antwort:  Nachdem der Maria im 5 Jahrhundert der Titel „Mutter Gottes“ beigelegt worden ist, kamen im 6. und den folgenden Jahrhunderten einzelne Feste zur Ehre der Maria auf: das Fest der Reinigung am 2. Februar, am 25 März Mariä Verkündigung, am 15. August Mariä Himmelfahrt, am 8. September Mariä Geburt, und endlich am 8. Dezember Mariä Empfängnis.

22. Frage: Welche irrigen Vorstellungen trifft man häufig bei der Verehrung der Maria an?

Antwort: Da sie die Mutter des Sohnes Gottes ist, so glaubt man vielfach, daß sie bei ihrem Sohne, dem einstigen Richter der ganzen Welt, Alles bewirken könne, der Sohn ihr nie eine Bitte abschlage, und daß sie, barmherziger noch als der Sohn, alle an sie gerichteten Gebete erhöre.

23. Frage: Welche irrigen Lehren finden sich noch ferner über ihre Person?

Antwort: 
1. Daß sie die Königin des Himmels und
2. daß sie mit ihrem Leibe gen Himmel gefahren sei;
3. gilt es seit dem 8 Dezember 1854 als eine allgemeine kirchliche Lehre, daß die Maria ohne Sünde und Erbsünde empfangen und geboren sei.

24. Frage: Welchen Nachteil bringt der Mariendienst?

Antwort:
1.  Die Liebe zum Sohne Gottes und das Vertrauen zu ihm, der doch sein Leben freiwillig zu unserer Erlösung in den Tod dahingegeben hat, wird durch diesen Dienst verringert und verdunkelt, da doch Maria nichts für uns getan hat;
2.  die Menschen, welche ihr Vertrauen auf die Maria setzen, täuschen sich und werden betrogen, da alle diese Gebete keine Erhörung finden;
3.  es ist die größte Gefahr vorhanden daß in der römisch=katholischen Kirche das Christentum sich allmählich in ein heidnisches Marientum verwandle.

25. Frage Warum muß die Lehre von der unbefleckten Empfängnis der Maria verworfen werden?

Antwort:
1.  Weil sie gegen Gottes Wort streitet, welches uns lehrt, daß Christus allein empfangen vom heiligen Geist durch die Maria ohne Sünde geboren ist; daß aber alle anderen Menschen ohne Ausnahme in Sünden empfangen und geboren sind. Wäre Maria ohne Sünde empfangen, warum sollte das nicht auch von ihren Eltern und Voreltern gelten?
2.  weil kein Papst Recht oder Macht hat, neue Lehren einzuführen;
3.  weil er noch viel weniger Macht hat, diejenigen zu verdammen, welche solche neue Irrlehre nicht annehmen, denn wenn man vor dem 8. Dezember 1854 selig werden konnte, ohne diese Lehre zu glauben, so kann man es auch nachher.

Römer 3, 12: Alle sind abgewichen, allzumal unnütz geworden; es ist Keiner, der Gutes tut, nicht ein Einziger.

[….]

VI. Von den Bildern, Reliquien und Wallfahrten

26. Frage: Warum ist der Bilderdienst abzuschaffen?
Antwort:

1. Weil er in Gottes Wort ausdrücklich verboten ist;
2. weil durch denselben die wahre Andacht zu Gott gestört wird;
3. weil sich viel Aberglauben an denselben hängt, als läge in den Bildern selbst eine Kraft zur Hilfe, wie dies die Heiden in ihrem Götzendienst wähnen.

[….]

28. Frage: Warum soll man die Wallfahrten abschaffen?

Antwort:
1. Weil es nicht nötig ist, an einen besonderen Ort zu gehen, um dort bessere Erhörung bei Gott zu finden, da Gott überall gleich nahe ist, und die Erhörung nur von der demütigen und bußfertigen Gesinnung abhängt.
2. weil durch das massenhafte und geistlose Beten das religiöse Gefühl tief verletzt wird;
3. weil auch sie eine Quelle der Verarmung des Volkes und vieler Sünden sind;
4. weil damit häufig törichte Selbstpeinigungen verbunden sind, durch welche man sich ein Verdienst bei Gott erwerben will, während man dadurch nur Gottes Zorn reizt.

Hesekiel 20, 28: Ich brachte sie in das Land, über welches ich meine Hand erhoben hatte, um es ihnen zu geben, aber sie sahen nach jedem hohen Hügel und nach jedem dicht belaubten Baume, und brachten daselbst ihre Opfer, und legten dahin ihre aufreizenden Gaben, und machten daselbst ihre angenehmen Opfergerüche, und gossen dort ihre Trankopfer aus.

VII. Von dem Papstthum.

29. Frage: Was haben wir unter dem Papstthum zu verstehen?

Antwort: Das Bestreben und die Macht der Bischöfe in Rom, in allen geistlichen und weltlichen Angelegenheiten unter dem Namen Christi die Oberherrschaft zu behaupten.

30. Frage: Wann ist dieses sogenannte Papstthum entstanden?

Antwort: Nachdem der Bischof in Rom sich schon seit langer Zeit mit anderen Bischöfen um das höchste Ansehen gestritten hatte, erhielt er 606 von dem Kaiser Phocas den Titel eines allgemeinen Bischofs der ganzen Christenheit, und 755 von dem Könige Pipin von Frankreich ein weltliches Besitzthum in Italien. Dies war der Anfang des Kirchenstaates. Um dieselbe Zeit kam der Name Papst auf.

31. Frage: Zu welcher Macht gelangten die Päpste im Mittelalter?

Antwort: In der Zeit ihrer höchsten Macht setzten sie öfter Kaiser und Könige ab und ein, verschenkten Länder, entbanden die Unterthanen von dem Eid der Treue, konfiszierten die Güter Andersgläubiger, und erregten die weltliche Gewalt mit Feuer und Schwert diese als Ketzer zu vertilgen.

32. Frage: Wodurch hat die Macht des Papstthums allmälig wieder abgenommen?

Antwort:
1. Durch das üppige und lasterhafte Leben vieler Päpste;
2. dadurch, daß sie ihre Macht mißbrauchten;
3. dadurch, daß eine reinere Religionskenntniß durch nähere Bekanntschaft mit dem Worte Gottes sich verbreitete, so daß die Päpste nicht mehr den blinden Glauben fanden;
4. dadurch, daß man aus Gottes Wort einsehen lernte, daß die weltliche Ordnung des Staates ebenso gut eine göttliche sei, als die kirchliche.

33. Frage: Wodurch hat man die sinkende Macht des Papstthums wieder zu stützen gesucht?

Antwort:
1. Dadurch, daß der Papst in dem von ihm erlassenen Syllabus vom 8. Dezember 1864 alle mittelalterlichen Ansprüche wieder auf’s Neue geltend machte,
2. dadurch, daß er sich am 18. Juli 1870 unter Anhörung des vatikanischen Konzils für unfehlbar erklärte.


Zum Primat des Papstes vgl. folgende katholische Lehrdokumente:
Bulle Papst Bonifaz‘ VIII. »UNAM SANCTAM« (1302)
Während der kirchenpolitische Inhalt der Bulle nur zeitgeschichtlichen Charakter hat, eignet dem Schlußsatz (hier Nr. 430) dogmatische Verpflichtung.

Anerkennung des päpstlichen Primats ist heilsnotwendig

429
872
[..] Daher hat diese eine und einzige Kirche nicht zwei Häupter wie eine Mißgeburt, sondern nur einen Leib und ein Haupt, nämlich Christus und seinen Stellvertreter, Petrus, und dessen Nachfolger. Denn der Herr sagte zu Petrus persönlich: »Weide meine Schafe« (Jo 21, 17). »Meine«, sagte er, und zwar ganz allgemein, nicht nur einzelne, diese oder jene. Daraus ergibt sich, daß er ihm alle anvertraute.
Wenn also Griechen oder andere sagen, sie seien nicht Petrus und seinen Nachfolgern anvertraut, so müssen sie auch notwendig eingestehen, daß sie nicht von den Schafen Christi sind, da der Herr bei Johannes sagt: »Einen Schafstall nur gibt es und nur einen Hirten« (Jo 10, 16). [..]
430
875
Dem römischen Papst sich zu unterwerfen, ist für alle Menschen unbedingt zum Heile notwendig: Das erklären, behaupten, bestimmen und verkünden Wir.
Quelle: Neuner-Roos: Der Glaube der Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung, neubearbeitet von Karl Rahner und Karl-Heinz Weger, 12. Auflage 1971/1986, S.289f.

Anmerkung: Unter der Federführung des Bischofs von Rom soll einst die Einheit der Christen im Sinne einer „Rückkehr-Ökumene nach Rom“ wiederhergestellt werden, festgelegt vom Zweiten Vatikanischen Konzil in der Dogmatischen Konstitution Lumen Gentium über die Kirche [2]:

Der Papst, der Bischof von Rom und Nachfolger des hl. Petrus, ist „das immerwährende und sichtbare Prinzip und Fundament für die Einheit der Vielheit sowohl von Bischöfen als auch von Gläubigen“
LUMEN GENTIUM, 23


VIII. Von der Priesterherrschaft.

[….]

IX. Von der Messe oder dem heiligen Abendmahl.

47. Frage: Welche Irrlehren haben sich im Mittelalter über das Meßopfer eingeschlichen?

Antwort:
1. Daß das Brot und der Wein im heiligen Abendmahl in den körperlichen Leib und das Blut Jesu Christi verwandelt werde, und deshalb auch angebetet werden soll. Diese Lehre wurde erst 1215 von dem Papste Innocenz III. zu einem Glaubensartikel gemacht;
2. daß der Priester mit der Darbringung dieses Leibes und Blutes ein unblutiges, aber wirkliches und verdienstliches Sühnopfer darbringe, durch welches Vergebung der Sünden erworben und erlangt werde.
3. Erst vor dreihundert Jahren ist der Wein auf dem Konzil zu Trient den Laien durch ein allgemeines Kirchengesetz entzogen worden.

48. Frage: Warum muß die Brotverwandlungslehre verworfen werden?

Antwort:
1. Weil sie in der alten Kirche nicht bestanden hat, und das Wort Gottes nichts davon lehrt;
2. weil sie dem gesunden Menschenverstand und dem Augenschein widerspricht, welcher lehrt, daß auch noch nach der Konsekration das Brot wie Brot aussieht und schmeckt und keine Änderung mit demselben vorgegangen ist.

49. Frage: Warum muß die Lehre vom Meßopfer verworfen werden?

Antwort:
1. Weil sie dem Worte Gottes geradezu widerspricht, welches nur das Eine Opfer Jesu Christi auf Golgatha als ein Sühnopfer für unsere Sünden gelten läßt;
2. weil eine Wiederholung dieses Einen Opfers nicht nöhig ist, und die Kraft und Bedeutung dieses Einen zu nichte macht;
3. weil weder der Priester noch der Laie irgend etwas besitzen, welches sie Gott für ihre Sünden darbringen könnten.

Hebräer 7, 26+27: Denn für uns gehörte ein solcher  u.s.w.

[….]

50. Frage: Warum soll die lateinische Sprache beim Gotte dienst abgeschafft werden?

Antwort: Weil die Zuhörer sie nicht verstehen.

1. Korinther 14, 9: Wenn ihr unverstandene Worte vorbringet, wie wird man wissen, was gesprochen wird? Ihr werdet sein, wie in den Wind redend.

So ist es mit euch, wenn ihr mit der Zunge nicht eine deutliche Rede hören lasset: wie soll man das Gesprochene verstehen? Es ist in die Luft gesprochen. (1. Kor. 14, 9 – Textbibel)

[….]

X. Vom Glauben und Werkdienst.

56. Frage: Welch ein Unterschied besteht zwischen dem toten und dem lebendigen Glauben?

Antwort:
1. Der tote Glaube ist die äußerliche Annahme einer bestimmten Religionslehre; der lebendige Glaube ist die wahrhaftige Annahme des Herrn Jesus Christus als des einigen und vollkommenen Heilandes zu unserer Seligkeit.
2. Der tote Glaube erweist sich in äußeren Gesetzeswerken, die aus Furcht vor der Strafe der ewigen Verdammnis verrichtet werden; der lebendige Glaube ist in der herzlichen Liebe zu Gott und zu dem Nächsten freiwillig tätig zu jedem guten Werke und aller Sünde feind.

Jakobus 2, 19: Du glaubst, daß ein Einiger Gott sei; du tust wohl! Die Teufel glauben’s auch und schaudern.
Jakobus 2, 14. 17. 26.: Was nützet es, meine Brüder, wenn Jemand sagt, er habe den Glauben; er aber die Werke nicht hat? Wird der Glaube ihn selig machen können? – So ist auch der Glaube, wenn er die Werke nicht hat, tot in sich. – Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne die Werke tot.
Galater 5, 6: Denn in Christo Jesu gilt weder beschnitten sein noch unbeschnitten sondern der Glaube der durch Liebe wirksam [tätig] ist.
Hebräer 6, 1: Laß uns denn die Anfangsgründe der Lehre Christi bei Seite stellen und zum Vollkommneren schreiten, nicht abermal den Grund legen mit Bekehrung von toten Werken, mit dem Glauben an Gott.
Hebräer 9, 14: Wie viel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst ohne allen Fehl durch den ewigen Geist Gott geopfert hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!

57. Frage: Was lehrt die heilige Schrift von dem lebendigen Glauben?

Antwort: Durch den Glauben an unsern Herrn Jesum Christum werden wir selig.

Apostelgeschichte 16, 30+31: Er führte sie hervor und sprach: Herren, was soll ich tun, daß ich selig werde? Sie sprachen: Glaube an den Herrn Jesum, und du wirst selig werden, du und dein Haus!
Ev. Johannes 3, 1416: Wie Moses in der Wüste eine Schlange erhöhet hat, also muß des Menschen Sohn erhöhet werden, auf daß, wer an Ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern das ewige Leben habe. Denn also hat Gott die Welt geliebt daß Er Seinen eingeborenen Sohn gab, damit wer an Ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern das ewige Leben habe.
Römer 1, 16+17: Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christo nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die da selig macht alle, die daran glauben, die Juden vornehmlich und auch die Griechen. Sintemal darin offenbart wird die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie denn geschrieben steht: „Der Gerechte wird seines Glaubens leben“.
Apostelgeschichte 13, 39: Es wird durch Diesen gerechtfertigt ein Jeglicher, der da glaubt.
Ev. Johannes 6, 40: Denn das ist der Wille des, der mich gesandt hat, daß, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, habe das ewige Leben; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage.
Ev. Johannes 6, 47: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer an mich glaubt, der hat das ewige Leben.
Ev. Johannes 8, 24 So habe ich euch gesagt, daß ihr sterben werdet in euren Sünden; denn so ihr nicht glaubt, daß ich es sei, so werdet ihr sterben in euren Sünden.
Römer 3, 20-31: Denn durch des Gesetzes Werke  u. s. w.
Römer 10, 9-11: Denn so du mit deinem Munde bekennst Jesum, daß er der HERR sei, und glaubst in deinem Herzen, daß ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du selig. Denn so man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und so man mit dem Munde bekennt, so wird man selig. Denn die Schrift spricht: „Wer an ihn glaubt, wird nicht zu Schanden werden.“
Ev. Johannes 3, 36: Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.

58. Frage: Was lehrt die heilige Schrift von der Gnade Gottes und der Verdienstlichkeit der Werke?

Antwort: Wir sollen ohne Verdienst der Werke allein aus Gnaden und umsonst selig werden durch die uns zugerechnete Gerechtigkeit Jesu Christi und sein Verdienst.

59. Frage: Sollen wir nicht durch gute Werke zu unserer Seligkeit mitwirken, und können wir nicht durch unser Verdienst eine größere Stufe der Seligkeit erwerben?

Antwort: Das Wort Gottes sagt: Nein! Die Gnade schließt jedes Verdienst aus. Wenn wir die umsonst aus Gnaden angebotene Erlösung im Glauben annehmen, werden wir so viel erlangen, als wir überhaupt zu genießen fähig sind.

60. Frage: Was lehrt die heilige Schrift von denen, welche sich ganz oder teilweise mit ihren Werken die Seligkeit erwerben und verdienen wollen?

Antwort: Die heilige Schrift lehrt, daß sie unter dem Fluch liegen und verloren gehen. Nur wer als ein verlorener Sünder die Gnade Gottes in Christo Jesu dankbar annimmt, kann selig werden. Die Gnade macht dankbare Menschen, das Mitwirkenwollen dagegen s s t o l z e  H e i l i g e,  welche vor Gott ein Greuel sind.

[….]

61. Frage Welchen Segen bringt die Lehre von der Gnade ohne Verdienst der Werke?

Antwort: Weil wir nur aus Gnaden selig werden sollen, ist es  g e w i ß,  daß wir auch wirklich selig werden, so wir nur bußfertig und dankbar diese Gnade annehmen. Wer hingegen mitwirken und selbst verdienen oder genug tun will, bleibt unsicher und zweifelt, weil er nie weiß, ob er genug getan und gewirket habe.

Römer 8, 38+39: Denn ich bin gewiß, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Macht noch Hoheit noch Tiefe, noch welch irgend ein Geschöpf, wird vermögen uns zu scheiden von der Liebe Gottes, die da ist in Christo Jesu, unserm Herrn.
Römer 8, 28-35: Wir wissen denn  u. s. w.
2. Timotheus 1, 9-12: Der uns errettet hat  u. s. w.
Ev. Johannes 10, 27-29: Denn meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie; und sie folgen mir, und ich gebe ihnen das ewige Leben; und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie mir aus meiner Hand reißen. Der Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer denn alles; und niemand kann sie aus meines Vaters Hand reißen.

62. Frage: Was lehrt die heilige Schrift von der Bekehrung und Wiedergeburt?

Antwort: Der Mensch kann in seinem natürlichen Zustande, in welchem er geboren wird, nicht selig werden, auch sich aus eigener Kraft nicht erretten, sondern muß aus Gottes Macht durch den heiligen Geist ein anderer Mensch werden, der im wahren Glauben, rechter Liebe und in seliger Hoffnung den schmalen Weg des Lebens wandelt.

Ezechiel 36, 26+27: Ich will euch ein neues Herz geben, und einen neuen Geist in euer Inneres legen; und ich will wegschaffen aus eurem Leibe das steinerne Herz, und euch geben ein Herz von Fleisch. Meinen Geist will ich in euer Inneres legen, und will machen, daß ihr nach meinen Vorschriften wandelt, meine Gesetze beobachtet, und sie haltet.
Ev. Johannes 3, 3-7: Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, Ich sage dir: wenn einer nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nikodemus spricht zu Ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, da er alt ist! Kann er wiederum in seiner Mutter Leib kehren und geboren werden?
Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, Ich sage dir: Wenn einer nicht wiedergeboren wird aus dem Wasser und dem heiligen Geist, so kann er in das Reich Gottes nicht eingehen. Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was vom Geist geboren ist, das ist Geist. Laß dich’s nicht wundern, daß Ich dir gesagt habe: Ihr müsset von neuem geboren werden.
Epheser 2, 1-7: Und euch, die ihr tot waret durch Übertretungen und Sünden  u. s. w.


XI. Vom Ablaß und Fegfeuer.

63. Frage: Warum ist der Ablaß zu verwerfen?

Antwort:
1. Weil Gott uns aus Gnaden alle unsere Sünden umsonst vergeben will;
2. weil er eine menschliche Erfindung ist und oft mißbraucht wird um die Kirche zu bereichern;
3. weil er häufig an unnütze Bußübungen und Werke geknüpft wird, und zwar häufig so, daß er dazu dient, die Leichtsinnigen zur Sünde zu verführen.

Schriftstellen:

Ev. Matthäus 10, 8b: Umsonst habt ihr empfangen, umsonst gebet.
Jesaias 55, 1.2: Ihr Durstende, wohlan, kommet alle her zum Wasser, auch ihr die ihr kein Geld habt, kommet her, kaufet und esset, ja kommet, kaufet ohne Geld und umsonst Wein und Milch. Warum gebet ihr Geld hin für das, was keine Nahrung gibt und euer Erworbenes für das, was nicht sättiget?
Psalm 103, 2-4: Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat: der dir alle deine Sünden vergibt und heilet alle deine Gebrechen, der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit.

64. Frage: Warum ist die Lehre vom Fegfeuer abzuschaffen?

Antwort:

1. Weil es kein Fegfeuer gibt; die Lehre davon ist eine menschliche Erfindung und in Gottes Wort nicht gegründet;
2. sie wird vielfach mißbraucht, um bußfertige Sünder unnütz zu ängstigen und die [katholische] Kirche zu bereichern;
3. sie befördert den Leichtsinn, weil Alle hoffen, dennoch endlich selig zu werden.

Ev. Johannes 3, 18:
Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.
Ev. Johannes 5, 24:
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.

65. Frage: Wann sind die Lehren vom Ablaß und Fegfeuer aufgekommen?

Antwort:
Die Lehre vom Ablaß und von dem aus den Verdiensten Christi und der Heiligen gebildeten Kirchenschätze kam im dreizehnten Jahrhundert auf. Die Lehre vom Fegfeuer fing schon im achten Jahrhundert an, eine allgemeine Geltung zu gewinnen, um welche Zeit auch die Seelenmessen und die Privatmessen anfingen, aber erst im zwölften Jahrhundert gewann die Lehre einen festeren Bestand, daß nämlich alle nach der Taufe begangenen Sünden durch Strafen abzubüßen seien, sei es in diesem Leben oder nach demselben im Fegfeuer.

XII. Schluß und Resultat.

66. Frage: Was können wir aus dem bisher vorgetragenen Unterricht lernen?

Antwort:
Im Verlauf der Jahrhunderte haben in der römisch katholischen Kirche viele schriftwidrige Irrlehren und verderbliche Mißbräuche sich eingeschlichen.

67. Frage: In welcher Weise sind dieselben entstanden?

Antwort: Entweder aus irrigen Ansichten Einzelner oder aus verkehrten Richtungen, welche, da das Wort Gottes wegen der zu Anfang des Mittelalters herrschenden Rohheit und Unwissenheit keine allgemeine Verbreitung erlangen konnte, zu allgemeinerem Ansehen gelangten und endlich eine kirchliche Genehmigung und Geltung erhielten.

68. Frage: Welche Lehre muß demnach noch ganz besonders verworfen werden?

Antwort: Die Lehre von der Tradition, welche vornehmlich dazu gedienet hat, die irrigen Lehren allmählich einzuführen.

5. Mose 4, 2: Ihr sollt nichts dazutun zu dem, was ich euch gebiete, und sollt auch nichts davontun, auf daß ihr bewahren möget die Gebote des HERRN, eures Gottes, die ich euch gebiete.

5. Mose 12, 32: Alles was ich euch gebiete, das haltet und tut; du sollst nichts dazu tun und nichts davon weg nehmen.

Offenbarung 22, 18+19: Ich denn bezeuge Jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn Jemand zu diesen hinzufügt, da wird Gott verfügen über ihn die Plagen, die in diesem Buche geschrieben stehen. Und wenn Jemand wegnimmt von den Worten der Weissagung dieses Buchs, da wird Gott dessen Teil wegnehmen von dem Buch des Lebens und von der heiligen Stadt und von dem, was in diesem Buche geschrieben steht.

69. Frage: Welche Verpflichtung haben demnach die Gläubigen in der römisch=katholischen Kirche?

Antwort:
1. Daß sie die neuaufgekommenen, fremdartigen Lehren und seelenverderblichen Mißbräuche von sich hinweg tun, und sich von ganzem Herzen dem alten, einfachen Evangelium Jesu Christi und der heiligen Apostel zuwenden.
2. daß sie fleißig und treulich mit Gebet um den Beistand und die Erleuchtung des heiligen Geistes das Wort Gottes zu ihrer Unterweisung und Erbauung lesen und studieren.

Galater 1, 6-9: Mich wundert, daß ihr so bald euch von Dem, der euch berufen hat zur Gnade Christi, abwendet zu einem andern Evangelium; da doch kein anderes ist; nur sind Etliche, die euch verwirren und das Evangelium Christi zu verkehren suchen. Aber wofern wir, oder ein Engel vom Himmel, euch predigen möchte anders, als was wir euch gepredigt haben: Fluch sei ihm!  Wie wir gesagt, sage ich’s nun abermal: Wofern Jemand euch predigen möchte anders, als was ihr überkommen habt: Fluch sei ihm!
Römer 15, 4: Was aber zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, auf daß wir durch Geduld und Trost der Schrift Hoffnung haben.
Sprüche 30, 5-6: Alle Aussprüche Gottes sind erprobt; Schild ist Er denen, die Ihm vertrauen. Tue nichts hinzu zu Seinen Worten, damit Er dich nicht strafe, weil du ein Verfälscher bist.
Psalm 119, 104-105: Durch deine Gebote werde ich weise, darum hasse ich jeden trügerischen Weg. Eine Leuchte meinem Fuße ist dein Wort und ein Licht auf meinem Pfade.
5. Mose 6, 6-9: Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzest oder auf dem Wege gehst, wenn du dich niederlegst oder aufstehst, und sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sollen dir ein Denkmal vor deinen Augen sein, und sollst sie über deines Hauses Pfosten schreiben und an die Tore.
Josua 1, 8: Und laß dieses Buch des Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, auf daß du haltest und tust allerdinge nach dem, was darin geschrieben steht. Alsdann wird es dir gelingen in allem, was du tust, und wirst weise handeln können.
Apostelgeschichte 17, 11: Sie nahmen das Wort mit allem guten Willen auf und forscheten täglich in der Schrift, ob es sich also verhielte.
Ev. Johannes 5, 39: Forschet in den Schriften, weil ihr meinet, das ewige Leben in ihnen zu haben; und sie sind’s, die von Mir zeugen.
Ev. Lukas 11, 28: Er aber sprach: Ja, selig sind, die Gottes Wort hören, und bewahren!
Psalm 119, 18: Oeffne meine Augen, daß ich sehe die Wunder deines Gesetzes!

70. Frage: Was verlangt der Herr von den Seinen?

Antwort:
Ev. Matthäus 10, 32-33: Jeden, der Mich bekennet vor den Menschen, den werde Ich bekennen vor Meinem Vater, der im Himmel ist. Wer Mich aber verleugnet vor den Menschen, den werde Ich auch verleugnen vor Meinem Vater, der im Himmel ist.
Offenbarung 2, 5: So bedenke denn, wovon du abgewichen bist und tue Buße und befleißige dich jener ersten Werke. Wo aber nicht, so komme Ich dir und Ich werde deinen Leuchter nehmen von seiner Stätte, wenn du nicht Buße tust.

Siehe auch:

Ökumene: Unitatis redintegratio

Die Irrlehren der römisch-katholischen Kirche – Die 7 katholischen Sakramente auf dem biblischen Prüfstand (Link zur Dokumentesammlung der EFG Hohenstaufenstraße]

Buchempfehlungen:

Bühne, Wolfgang: Ich bin auch katholisch – Die Heilige Schrift und die Dogmen der Kirche. CLV – Christliche Literaturverbreitung, 6. Aufl. 2010. ISBN 978-3-89397-122-0.
Der Download des Buches als kostenlose pdf ist möglich.

Die römisch-katholische Kirche hat in den letzten Jahren nicht nur ihren Einfluß in der Gesellschaft stark vergrößert, sondern sie fasziniert auch mit ihrem Repräsentanten immer mehr Christen anderer Bekenntnisse, denen die eigene, oft liberale und pluralistische Glaubensgemeinschaft angesichts der Geschlossenheit der römisch-katholischen Kirche immer fragwürdiger scheint.

Dieses Buch soll dazu anregen, die fundamentalen Glaubenslehren der Katholischen Kirche zu überdenken und mit der Heiligen Schrift zu vergleichen.

Die ökumenische Bewegung – Ein geschichtlicher Überblick und eine kurze biblische Stellungnahme (© 2004 Michael Ponsford, zuerst erschienen in PERSPEKTIVE Nr. 7-8/2004); Download möglich im html-Format, pdf-Format; externe Links zu theologische-links.de und cv-perspektive.de)

Zitat: „Entgegen der Vorstellung, man werde Christ durch die Mitgliedschaft in einer Kirche, in die man durch den äußeren Ritus der Taufe eintritt, bestehen evangelikale Christen darauf, dass sich jeder das Heil in Jesus Christus durch eine persönliche Glaubensentscheidung aneignen muss. Daraus ergibt sich auch das Gemeindeverständnis: nicht die Masse der Getauften, sondern die Gemeinschaft der Wiedergeborenen. Klarheit in diesen wesentlichen Fragen ist unbedingte Voraussetzung jeder wirksamen Evangelisation und jeder authentischen Einheit“.

„Ich habe festgestellt, daß es im Evangelium keine Grundlage für die Dogmen der römisch-katholischen Kirche gibt“

(Luis Padrosa, ehemaliger katholischer Priester, der zur Wahrheit des Evangeliums von Jesus Christus fand)


Eingestellt am 29. Juli 2023 – Letzte Überarbeitung am 20. Februar 2024