Johann Albrecht Bengel (1687-1752)

Johann Albrecht Bengel

Johann Albrecht Bengel (* 24. Juni 1687 in Winnenden; † 2. November 1752 in Stuttgart) war ein schwäbischer lutherischer Theologe und ein Hauptvertreter des deutschen Pietismus.

Bengel studierte von 1703 bis 1706 an der Universität Tübingen als Stipendiat des Evangelischen Stifts zunächst die Septem artes liberales, zu Deutsch “die Sieben Freien Künste” (Grammatik, Rhetorik, Dialektik, Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie) und anschließend Theologie.

Septem Artes liberales

Er wurde Stiftsrepetent in einer Zeit, als das Stift stark vom Radikalen Pietismus beeinflusst war. Obwohl Bengel sich nie von der Kirche trennte, sondern dort Karriere machte, hat sich diese Prägung stark ausgewirkt, vor allem in seiner intensiven Beschäftigung mit der Offenbarung des Johannes. Der junge Mann wurde Vikar – unter anderem in Metzingen – und trat nach einer Studienreise nach Halle (Saale) 1713 als Lehrer in das evangelische Kloster Denkendorf (Württemberg) ein.

In Denkendorf beeinflusste er zwei Generationen von Schülern, die als pietistische Pfarrer in Erscheinung traten und eine erhebliche Wirksamkeit innerhalb der Landeskirche entfalteten. 1741 wurde er Prälat von Herbrechtingen, 1749 Abt von Alpirsbach. Bengel kam 1747 in den Landtag und wurde 1751 Dr. theol. h. c.

Familie

Von den 12 Kindern, die er mit seiner Frau, Johanna Regina Bengel, geb. Seeger, hatte, erreichten sechs das Erwachsenenalter. Ernst Bengel (1735–1793), ein Sohn Johann Albrechts, schlug später ebenso die theologische Laufbahn wie sein Vater ein. Johann Albrecht Bengels Schüler Philipp David Burk (1714–1770) wurde sein Hauslehrer, später sein Schwiegersohn und veröffentlichte ein umfangreiches Buch über die Rechtfertigung.

Quelle: Seite „Johann Albrecht Bengel“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 15. Juni 2019, 14:45 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Johann_Albrecht_Bengel&oldid=189563437 (Abgerufen: 11. April 2020, 13:41 UTC)

Als Bengel 1737 zu Tode krank lag und sich auf seinen Abschied einrichtete, bestimmte er: “Im Falle meines Todes soll man meine Bücher nicht für meine Kinder aufheben, sondern sogleich verkaufen. Denn es wird eine große Änderung in der Literatur geben, und es werden ganz andere Bücher aufkommen.” Auch diese Anordnung hing mit seinen Ahnungen zusam­men. Er ahnte um die Jahrhundertwende einen Um­bruch der Dinge. Bengel stellte fest: “Unsere jetzigen Zeiten sind Grenz­zeiten!”

Quelle: Gottlieb Geiß, s. Verweise unten

Betrachtungen von J.A. Bengel:

Lukas 21, 28

Offenbarung 9, 20

Der Weg zum Himmel

Meine Schafe hören meine Stimme

Über lästerliche Gedanken

Lieder von J.A. Bengel:

Ach, präge deinen Tod in mich  (, externer Link zu Christ My Song)

Gott lebet! Sein Name gibt Leben und Stärke

Links und Verweise:

Gottlieb Geiß: Johann Albrecht Bengel – Gottesgelehrter und Ewigkeitsmensch. Aus der Sammlung Zeugen des gegenwärtigen Gottes – Band 45. Brunnen-Verlag, Giessen und Basel [Digitalisat]