2. Korintherbrief

Der 2. Brief des Paulus an die Korinther

Papyrus 46 mit dem Text von 2. Korinther 11, 33–12, 9

2. Korinther 1, 3.4

2. Korinther 2

2. Korinther 3

2. Korinther 4, 4

2. Korinther 5

2. Korinther 6

2. Korinther 7, 9

2. Korinther 8

2. Korinther 9

2. Korinther 10

2. Korinther 11

2. Korinther 12

2. Korinther 13

Bibelstudium von Erich Schnepel: Eine Auslegung zum 2. Korintherbrief
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Das Werk des Christus in uns und durch uns

Es ist immer Gottes Tat und Wort, wenn Er das Wort der Schrift uns so zugänglich macht, daß wirklich das Evangelium von Jesus auf uns zukommt und unsere blinden Augen nicht doch wieder überall frommes Gesetz und frommes Menschenwerk lesen, wo von Gottes Tat und dem Werk des Christus in uns und durch uns die Rede ist.

Gottes geheimes Handeln muß uns immer wieder das Auge öffnen, damit wir das Evangelium wirklich als Evangelium sehen können und dadurch unseres Heils als solche froh und gewiß werden, die es je länger je mehr verlernen, ihre Hoffnung auf sich und ihr Werk zu setzen, aber ganz groß von Christus und seinem Werk in uns und durch uns denken möchten. So erfordert das Studium des zweiten Korintherbriefes einen Menschen, der „arm im Geist“ ist, der aber hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit Gottes, die uns in Christus bereitet ist.

Dieses Buch ist keine Lektüre, die man in einem Zug durchlesen kann, weil es sich um ein grundsätzliches Nach-Denken der Gedanken der Heiligen Schrift handelt. Bibelstudium ist etwas anderes als die tägliche Stille über der Schrift, ohne die wir nicht leben können. Um die Fundamente des Glaubenslebens und Dienstes  für Christus so zu legen, wie es das Wachstum des Glaubens vom Kindesalter zum Mannesalter erfordert, braucht es eine grundsätzliche Erkenntnis gedanklicher Art vom Wesen des Evangeliums, vom dem Werk des Christus, von der grundlegenden Versöhnung am Kreuz, von dem ganzen Charakter der Botschaft, die uns trägt und die wir weitertragen sollen. Das ist eine ernsthafte Aufgabe, die manche stille Stunde erfordert. Wir werden sie ganz alleine tun müssen und doch zugleich auch im Kreis unserer Brüder und Schwestern, damit sie uns sehen helfen.

(Erich Schnepel)