Bibelverse zum Thema “Der natürliche und der geistliche Mensch”

Der Ausdruck “natürlicher Mensch” steht im Gegensatz zum “geistlichen Menschen”. Diese Unterscheidung wird in der Heiligen Schrift klar getroffen. Der natürliche Mensch ist “irdisch gesinnt”, also in seinem Denken, Fühlen und Handeln vollkommen auf die sichtbare, äußere Welt ausgerichtet. Auch gläubige Menschen können irdisch gesinnt sein. Paulus redet solche Menschen auch als “Fleischliche” an (vgl. 1. Korinther 3, 1).

Schriftstellen

Verwendete Bibelausgabe: Lutherbibel 1912, wenn nicht anders angegeben
Online-Quellen: bibel-online.net oder bibeltext.com)

Römer 7, 14:

Denn wir wissen, daß das Gesetz geistlich ist; ich bin aber fleischlich, unter die Sünde verkauft.

Römer 8, 7:

Denn fleischlich gesinnt sein ist wie eine Feindschaft wider Gott, sintemal das Fleisch dem Gesetz Gottes nicht untertan ist; denn es vermag’s auch nicht.

Römer 11, 24:

Denn so du aus dem Ölbaum, der von Natur aus wild war, bist abgehauen und wider die Natur in den guten Ölbaum gepropft, wie viel mehr werden die natürlichen eingepropft in ihren eigenen Ölbaum.

1. Korinther 2, 14:

Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen; denn es muß geistlich gerichtet sein.

1. Korinther 3, 1:

Und ich, liebe Brüder, konnte nicht mit euch reden als mit Geistlichen, sondern als mit Fleischlichen, wie mit jungen Kindern in Christo.

1. Korinther 15, 44:

Es wird gesät ein natürlicher Leib, und wird auferstehen ein geistlicher Leib. Ist ein natürlicher Leib, so ist auch ein geistlicher Leib.

1. Korinther 15, 46:

Aber der geistliche Leib ist nicht der erste, sondern der natürliche; darnach der geistliche.

1. Korinther 15, 50:

Das sage ich aber, liebe Brüder, daß Fleisch und Blut nicht können das Reich Gottes ererben; auch wird das Verwesliche nicht erben das Unverwesliche.

2. Korinther 10, 5:

Denn obwohl wir im Fleisch wandeln, kämpfen wir nicht nach dem Fleisch; denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern göttlich mächtig zur Zerstörung von Festungen;

Galater 5, 16:

Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen.

Galater 6, 8:

Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten.

Epheser 2, 3:

…unter welchen auch wir alle weiland unsern Wandel gehabt haben in den Lüsten unsers Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Vernunft und waren auch Kinder des Zorns von Natur, gleichwie auch die andern;

Kolosser 2, 18:

Lasset euch niemand das Ziel verrücken, der nach eigner Wahl einhergeht, in Demut und Geistlichkeit der Engel, deß er nie keins gesehen hat, und ist ohne Sache aufgeblasen in seinem fleischlichen Sinn.

2. Petrus 2, 12:

Aber sie sind wie die unvernünftigen Tiere, die von Natur dazu geboren sind, daß sie gefangen und geschlachtet werden, lästern, davon sie nichts wissen, und werden in ihrem verderblichen Wissen umkommen;

Judas 1, 10:

Diese aber lästern alles, davon sie nichts wissen; was sie aber natürlich erkennen wie die unvernünftigen Tiere, darin verderben sie.

Judas 1, 19 (Elberfelder 1871)

Diese sind es, die sich absondern, (O.: die Parteiungen machen) natürliche (O.: seelische) Menschen, die den Geist nicht haben.

Johannes 3, 3+5:

Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.

Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Es sei denn daß jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen.

Die Folge ist:

Da der natürliche Mensch (gleichgültig wie gelehrt und gebildet er ist!) nichts vom Geist Gottes vernimmt, kann er das Wort Gottes nicht verstehen und begreifen:

Jesaja 29, 11-12:

Darum sind euch alle Offenbarungen wie die Worte eines versiegelten Buches, das man einem gibt, der lesen kann, und spricht: Lies doch das!, und er spricht: ‘Ich kann nicht, denn es ist versiegelt’; oder das man einem gibt, der nicht lesen kann, und spricht: Lies doch das!, und er spricht: ‘Ich kann nicht lesen.’

Chambon sagt:

“Der Heilige Geist ist der Schlüssel zur Schrift. Man kann wohl versuchen, die Tür zur Schrift ohne Schlüssel aufzustoßen, aber man zerbricht entweder das Schloß oder die Tür.”

Externe Links:

Natürlicher Mensch (Bibel-Lexikon)

Unfähigkeit des natürlichen Menschen (Bibliologie)

Betrachtung zu Galater 5, 16 von Carl Eichhorn

Es gibt nur ein wirklich gültiges Geschenk für den König Jesus: Gib ihm Dein Leben!  (Pastor Wilhelm Busch)

Eingestellt am 18. Juli 2020 – Letzte Änderung am 23. Juni 2021