Ich halte Gott in allem stille

1. Ich halte Gott in allem stille,
er liebet mich in Freud‘ und Schmerz;
wie gut ist Gottes Vaterwille,
wie freundlich sein mich liebend Herz!
Er ist mein Hort und meine Zier;
was Gott gefällt, gefällt auch mir.

2. Mein Gott weiß alles wohl zu machen,
er ist der ewig treue Freund;
er läßt mich nach dem Weinen lachen;
was er nur tut, ist wohlgemeint.
Sein Lieben währet für und für;
was Gott gefällt, gefällt auch mir.

3. Sein Wille bleibet mein Vergnügen,
solang ich leb‘ auf dieser Welt;
mein eigner Wille kann nur trügen,
der das nicht will, was Gott gefällt.
Ich denk‘ an meine Christgebühr;
was Gott gefällt, gefällt auch mir.

4. Er will und wird mich ewig lieben,
er weiß wohl, was mir nützlich sei;
er hat mich in die Hand geschrieben
mit lauterm Golde seiner Treu.
Weg, eigner Wille, weg mit dir!
Was Gott gefällt, gefällt auch mir.

5. Gott will, daß mir geholfen werde,
er will der Seelen Seligkeit;
drum reiß‘ ich mich von dieser Erde
durch wahre Gottgelassenheit.
Sein Will geschehe dort und hier;
was Gott gefällt, gefällt auch mir.

Text: Salomo Franck (1659-1725)
Melodie: Wer nur den lieben Gott läßt walten (G. Neumark 1657)

Nr. 519 (Gesangbuch für die Provinz Pommern, Stettin 1918)

Schriftstellen:

Seid stille und erkennet, daß ich GOTT bin. (Ps. 46, 11a)

Siehe, in die Hände habe ich dich gezeichnet; deine Mauern sind immerdar vor mir.
(Jesaja 49, 16)

Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn; er wird’s wohl machen.
 (Ps. 37,5)

Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel. (Matth. 6, 10)

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