Salomo Franck (1659-1725)

Salomon Franck, auch Salomo Franck (* im März 1659 in Weimar; begraben am 14. Juni 1725 ebenda), war ein deutscher Jurist und (Lieder-) Dichter. Er ist heute vor allem dadurch bekannt, daß Texte von ihm die Grundlage der meisten Kantaten Johann Sebastian Bachs in seiner Weimarer Zeit bilden.

Franck studierte Rechtswissenschaften und vermutlich ebenfalls Theologie in Jena und war danach in Zwickau, Arnstadt und Jena tätig, bevor er 1701 (Ober-)Konsistorialsekretär in Weimar wurde. In seine Zuständigkeit fiel die Herzogliche Bibliothek und das Münzkabinett.

Spätestens ab 1694 dichtete er Kantatentexte für den Weimarer Hof, die zunächst aus Bibelworten und Strophendichtungen bestanden, und später (ab 1710) unter dem Einfluss Erdmann Neumeisters die größeren Freiheiten nicht-strophischer madrigalischer Dichtung übernahmen. Viele seiner weltlichen Glückwunschdichtungen für das Weimarer Fürstenhaus haben ebenfalls Kantatenform. Dazu kommen noch weitere weltliche Kantaten verschiedener Art und seine volkstümlichen Gesangbuchlieder.

Seine Grabstätte befindet sich auf dem Jacobsfriedhof Weimar.

Quelle: Seite „Salomon Franck“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 7. Februar 2020, 10:44 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Salomon_Franck&oldid=196587195 (Abgerufen: 13. April 2020, 21:44 UTC)

Verweise:

Zum Choralschaffen im Thüriger Raum (pdf, externer Link)

Lieder:

Ich halte Gott in allem stille

So ruhest du, o meine Ruh’