Gottliebin Dittus (1815-1872)

Gottliebin Dittus ist bekannt geworden durch die Heilungsberichte des Möttlinger Pfarrers Johann Christoph Blumhardt. Die junge Frau aus seiner Gemeinde lebte zusammen mit ihren Geschwistern Anna Maria, Katharina und Johann Georg (Hansjörg) in ärmlichen Verhältnissen im Untergeschoß eines kleinen Hauses in Möttlingen.

Dieses Haus, heute in der Blumhardtstraße 3, enthält eine von der Blumhardt-Gesellschaft Möttlingen e.V. und dem Landeskirchlichen Archiv Stuttgart eingerichtete Dauerausstellung über Johann Christoph Blumhardt.

Gottliebin Dittus litt an unerklärlichen Erscheinungen: Sie wurde von Krämpfen geplagt, fremde Stimmen redeten aus ihr. Zwei Jahre lang – 1842 und 1843 – begleitete Blumhardt diese Frau seelsorgerlich, indem er sie immer wieder an Gottes Verheißungen erinnerte und mit ihr betete. An Weihnachten 1843 endete ihr Leiden, das Blumhardt später in einem Krankheitsbericht an das kirchliche Konsistorium als „Geisterkampf“ bezeichnete. Der laute Ruf der Geheilten „Jesus ist Sieger“ wird zum Losungswort Johann Christoph Blumhardts und Ausgangspunkt einer Erweckungsbewegung.

Literatur

Johann Christoph Blumhardt: Die Krankheitsgeschichte der Gottliebin Dittus. Herausgegeben von der Blumhardt-Gesellschaft Möttlingen. Druckhaus Weber, Althengstett 2010.

Links und Verweise

Homepage der Blumhardt-Gesellschaft

Ehem. Wohnhaus der Gottliebin Dittus, heute Museum (Fotographie)

Führung Blumhardt-Gedenkstätte (Flyer mit Kurztext, pdf)