Unverwandt auf Christum sehen (Württ. Gesangbuch 1912 #416)

1. Unverwandt auf Christum sehen
bleibt der Weg zur Seligkeit;
allen, welche zu ihm flehen,
ist gewisses Heil bereit.
Siehet man im Herzen an,
was er für die Welt getan,
glaubt man, was er läßt bezeugen,
so bekommt man es zu eigen.

2. Wenn doch alle Seelen wüßten,
wie es uns bei Jesus geht,
wenn man in der Zahl der Christen,
wahrer Streiter Jesu, steht!
Da läßt keinen er zurück,
er zerreißet jeden Strick,
man ist auf dem Lebenspfade
und nimmt immer Gnad’ um Gnade.

3. Aber freilich kann nichts taugen
als nur das, was Christus tut.
Lassen wir ihn aus den Augen,
finden wir was andres gut,
so erfahren wir gewiß,
unser Licht sei Finsternis,
unser Helfen sei Verderben,
unser Leben lauter Sterben.

4. Wären wir doch völlig seine!
Rührte sich doch keine Kraft,
da der Heiland nicht alleine,
was sie wirkt, in uns geschafft!
Jesu, richte unsern Sinn
ungeteilt auf dich nur hin;
dann belebt uns deine Wahrheit,
und das Auge wird voll Klarheit.

5. Bring uns völlig in die Schranken,
die dein Liebesrat gesetzt;
weder Vorsatz noch Gedanken
werden sonst für gut geschätzt.
Nur als neue Kreatur
können wir auf dieser Spur
deines Namens Ruhm erhöhen
und in deine Freud’ eingehen.

Liedtext: Johann Andreas Rothe (1688-1758)
Melodie: nach Claude Goudimel (um 1500-1572);
1642, Johann Schop (1590-1667), Böhmische Brüder 1661 Werde munter, mein Gemüte

Obige Liedfassung folgt:
Lied Nr. 471: Evangelisch-Lutherisches Gesangbuch von Wisconsin und
anderen Staaten, publ. Georg Brumder, Milwaukee/Wisconsin 1872.
Lied Nr. 416,

Verweise:

Notensatz, 4 Stimmen gemischt (Claude Goudimel, externer Link zu liederindex.de)

Audiofile der Melodie (Claude Goudimel, externer Link zu liederindex.de)

Audiofile der Melodie (mp3, pdf, J. Schop, externer Link zu Hymnary.org)