So ruhest du, o meine Ruh

1. So ruhest du,
o meine Ruh,
in deiner Grabeshöhle,
und erweckst durch deinen Tod
meine tote Seele.

2. Man senkt dich ein
nach vieler Pein,
du meines Lebens Leben;
dich hat jetzt ein Felsengrab,
Fels des Heils, umgeben.

3. Ach bist du kalt,
mein Trost und Halt!
Das macht die heiße Liebe,
die dich in das kalte Grab
durch ihr Feuer triebe.

4. O Lebensfürst,
ich weiß, du wirst
mich wieder auferwecken,
Sollte denn mein gläubig‘ Herz
vor der Gruft erschrecken?

5. Sie wird mir sein
ein Kämmerlein,
da ich auf Rosen liege,
weil ich nun durch deinen Tod
Tod und Grab besiege.

6. Gar nichts verdirbt,
der Leib nur stirbt;
doch wird er auferstehen
und in ganz verklärter Zier
aus dem Grabe gehen.

7. Indes will ich,
o Jesu, dich
in meine Seele senken
und an deinen bittern Tod
bis in‘ Tod gedenken.

Liedtext: 1685, Salomo Franck (1659-1725)
Melodie: O Traurigkeit, o Herzeleid (Mainz 1628)

Passion; Zum Gedächtnis der Grablegung

Nr. 74, Evangelisches Kirchen-Gesangbuch für die Vereinigte Evangelisch-protestantische Landeskirche Badens, S. 74, Karlsruhe 1951, 7 Verse

Nr. 21, Kleines Gesang- und Gebetbuch; Herausgeber: Concordia Publishing House, St. Louis, Mo., 1940; Issued by the „Lutherische Kommission für Kriegsgefangene“ (Lutheran Commission for Prisoners of War)

Verweise:

Eintrag „Salomo Franck“ bei hymnary.org