Offenbarung 13, 10

“Hier ist die Geduld und der Glaube der Heiligen.”

Es gibt solche, die rufen: “Wie lange noch?” und denen es schwer wird, noch länger Geduld zu üben. Doch es ist bedeutsam, daß gleich zu Beginn dieses Buches, das vom Gericht handelt, Johannes von sich sagt: “Euer Bruder und Mitgenosse in der Trübsal und der Königsherrschaft und der Geduld in Jesus.”

Die Offenbarung führt uns zu dem Punkt, wo Gott die Geduld schließlich beiseite setzt und Gericht hält. Geduld ist nur gefordert, solange das Gericht noch in der Zukunft liegt. Wenn es begonnen hat, ist Geduld nicht mehr nötig. Aber dieser Augenblick ist noch nicht gekommen, und wie Johannes leben auch wir noch in der Zeit, wo sie vonnöten ist. Daß wir gegen Unterdrückung und Bosheit das Schwert ergreifen wollen, ist verständlich; aber selbst den gemarterten Heiligen wird gesagt, daß sie warten müssen, bis ihre Zahl voll ist (Kap. 6, 10f.). Ungeduld wird von Gott nie gutgeheißen. Er selbst leidet seit langem. Zeigen wir, daß wir auf ihn vertrauen, indem wir geduldig sind wie er.

Wenn das Kreuz nicht tief in die Seele des Gläubigen einschneidet und er noch Dinge für sich selbst zurückbehält, kann er dem Herrn nur begrenzt dienen. Gott sucht Menschen, die ganz zerbrochen sind und bis zum Tode in seinem Dienst stehen. (Watchman Nee)

Quelle: Evangeliums.net