The day Thou gavest, Lord, is ended (EG 266, Ellerton)

Liedvortrag: The choir of the Abbey School, Tewkesbury sing Rev. Clement Cotterill Scholefield’s beautiful hymn: The day Thou gavest Lord is ended.

1) The day you gave us, Lord, is ended,
The darkness falls at Thy behest;
To Thee our morning hymns ascended,
Thy praise shall hollow now our rest.

2) We thank Thee that Thy church, unsleeping
While earth rolls onward into light,
Through all the world her watch is keeping,
And rests not now by day or night.

3) As o’er each continent and island
The dawn leads on another day,
The voice of prayer is never silent,
Nor dies the strain of praise away.

4) The sun, that bids us rest, is waking
Our brethren ‘neath the western sky,
and hour by hour fresh lips are making
Thy wondrous doings heard on high.

5) So be it, Lord; Thy throne shall never,
like earth’s proud empires, pass away;
But stand, and rule, and grow forever,
Till all thy creatures own Thy sway.

Amen.

Liedtext: 1870, John F. Ellerton (1826-1893)
Melodie und Satz: 1874, Clement Cotterill Scholefield (1839-1904)

John Ellerton (1826-1893)

The day Thou gavest, Lord, is ended ist ein englisches geistliches Lied, das mehrfach ins Deutsche übertragen und in die wichtigsten deutschsprachigen Gesangbücher aufgenommen wurde.

Den Originaltext verfasste der anglikanische Geistliche und Liederdichter John Ellerton (1826–1893). Die Strophen erschienen – ohne Melodie – 1870 in “A Liturgy for Missionary Meetings” erstmals im Druck. Anders als der Kontext erwarten lässt, sind sie kein Bittgebet um die Ausbreitung des Evangeliums, sondern ein abendlicher Dank für das weltumspannende, im „Rollen“ des Erdballs niemals endende Gotteslob der Kirche. Diese ist, analog zum globalen Horizont des Britischen Weltreichs und der Anglikanischen Gemeinschaft, zugleich konfessionsübergreifend singularisch als Una Sancta gedacht. Die letzte der fünf Strophen stellt das überzeitliche Königreich Gottes den vergänglichen „proud empires“ der Weltgeschichte entgegen.

Jede Strophe besteht aus vier weiblich-männlich alternierenden, jambischen Vierhebern mit dem Reimschema [abab]. Die deutschen Nachdichtungen folgen diesem Strophenbau. Das zeitgenössische Evangelische Gesangbuch bietet unter Nr. 266 (nach der Übertragung von Gerhard Valentin) auch den vollständigen Text Ellertons.

Die im englischen Sprachraum populäre Melodie des Liedes wurde 1874 von Arthur Sullivan in einer Kirchenliedersammlung herausgegeben und von Anfang an für The day Thou gavest verwendet. Bei Sullivan trägt sie den Titel St Clement und den Verfassernamen des anglikanischen Geistlichen und Komponisten Clement Cotteril Scholefield (1839–1904). In der englischen Hymnologie wird jedoch neuerdings die – vielleicht teilweise – Verfasserschaft Sullivans selbst diskutiert, da die Melodie qualitativ weit über Scholefields sonstigem Schaffen stehe. Sie steht im Drei-Viertel-Takt und erhält ihren Schwung durch die Sext-Intervalle am Beginn der ersten und dritten Zeile sowie durch melismatisch übergebundene Terz- und Quart-Intervalle im weiteren Verlauf. Im Evangelischen Gesangbuch und im Gesangbuch “Eingestimmt” ist der originale vierstimmige Satz enthalten.

Quellen und Verweise:

Bild J. Ellerton: Wikimedia Commons / Public Domain

Notenblatt: John Ellerton (text), Clement Cotteril Scholefield (music), Arthur Sullivan (editor) / Public domain

Liedeintrag bei Wikipedia (DE)

The story behind the hymn (The Telegraph, 22. September 2007)

Kurzbiographie Clement Cotterill Scholefield (externer Link zu Hymntime.com)

Liedeintrag bei Hymnary.org

Liedeintrag bei Evangeliums.net

History of Hymns: “The Day Thou Gavest, Lord, Is Ended” (externer Link)

Melodie (midi-File, PD, externer Link zu Wikimedia Commons)

Audiofile Gesang (mp3, externer Link zu musicalion.com)