Christian Friedrich Richter (1676-1711)

Christian Friedrich Richter (* 5. Oktober 1676 in Sorau (Niederlausitz); † 5. Oktober 1711 in Halle an der Saale) war ein deutscher evangelischer Pfarrer, Kirchenlieddichter und Arzt an den Franckeschen Stiftungen zu Halle.

Leben und Werk

Christian Friedrich war der Sohn von Sigismund Richter, einem hohen Verwaltungsbeamten (gräflich Promnitz’scher Rat und Kanzler) in Sorau/Niederlausitz und dessen Frau Anna Margaretha, geborene Döbler. Später studierte Richter unter anderem Medizin und Theologie. Er war Schüler und zunächst ein enger Vertrauter August Hermann Franckes, Inspektor des Pädagogiums und Arzt am Waisenhaus in Halle an der Saale. Dieses Verhältnis unterlag jedoch einem Wandel und führte letztlich zu einer starken Entzweiung. –in progresso–

Ab 1699 war er Anstaltsarzt für die gesamten Franckeschen Anstalten. Richter promovierte 1706 in Halle. Durch die von ihm entwickelte und vertriebene Goldtinktur  von außerordentlicher Wirksamkeit (essentia dulcis genannt) erschloß er den Anstalten eine reiche Einnahmequelle.

Als evangelischer Kirchenlieddichter war er ein tiefgläubiger Dichter des Hallischen Pietismus. Er starb im Jahr 1711 mit 35 Jahren in Halle an der Saale.

Von seinen insgesamt 25 Kirchenliedern weist beispielsweise das Evangelische Kirchengesangbuch, Ausgabe für die Evangelische Landeskirche in Württemberg aus dem Jahr 1953, noch sieben Lieder aus.

Werke

Literatur

L. u.: Richter, Christian Friedrich. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 28, Duncker & Humblot, Leipzig 1889, S. 452 f.

Quelle: Seite „Christian Friedrich Richter“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 25. April 2020, 16:06 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Christian_Friedrich_Richter&oldid=199275494 (Abgerufen: 14. Oktober 2020, 12:42 UTC)