Der du die Zeit in Händen hast (EG 64, Klepper)

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1) Der du die Zeit in Händen hast,
Herr, nimm auch dieses Jahres Last
und wandle sie in Segen.
Nun von dir selbst in Jesus Christ
die Mitte fest gewiesen ist,
führ uns dem Ziel entgegen.

2) Da alles, was der Mensch beginnt,
vor seinen Augen noch zerrinnt,
sei du selbst der Vollender.
Die Jahre, die du uns geschenkt,
wenn deine Güte uns nicht lenkt,
veralten wie Gewänder.

3) Wer ist hier, der vor dir besteht?
Der Mensch, sein Tag, sein Werk vergeht:
nur du allein wirst bleiben.
Nur Gottes Jahr währt für und für,
drum kehre jeden Tag zu dir,
weil wir im Winde treiben.

4) Der Mensch ahnt nichts von seiner Frist.
Du aber bleibest, der du bist,
in Jahren ohne Ende.
Wir fahren hin durch deinen Zorn,
und doch strömt deiner Gnade Born
in unsre leeren Hände.

5) Und diese Gaben, Herr, allein
laß Wert und Maß der Tage sein,
die wir in Schuld verbringen.
Nach ihnen sei die Zeit gezählt;
was wir versäumt, was wir verfehlt,
darf nicht mehr vor dich dringen.

6) Der du allein der Ew’ge heißt
und Anfang, Ziel und Mitte weißt
im Fluge unsrer Zeiten:
bleib du uns gnädig zugewandt
und führe uns an deiner Hand,
damit wir sicher schreiten.

Liedtext: 1937, Jochen Klepper (1903-1942)
Melodie: um 1504; Geistlich 1530
1960, Siegfried Reda, 2002, Gerhard Schnitter

Weblinks und Verweise:

Liedtext mit Kurzbiographie (pdf, externer Link zu sermon-online.de)

Liedeintrag bei evangeliums.net

Eingesungen: Liedvortrag von Kantor Arnd Pohlmann

Notensatz, 1stimmig und Audiofile (png, midi, externer Link zu 4bibeln)

Notensatz, 4stimmig (Geistlich 1530, pdf, externer Link zu christianhaehlke.de)

Audiofile (mp3, externer Link zu christianhaehlke.de)