Antonius Bernhard Schulte (* 20. August 1925 in Bottrop; † 26. Dezember 2010 in Hemer, Nordrhein-Westfalen) war ein deutscher Evangelist. Er war der Gründer des Missionswerks Neues Leben, aus dem inzwischen viele selbständige Werke hervorgegangen sind.
Leben
Anton Schulte wuchs in einem römisch-katholischen Elternhaus mit sieben weiteren Geschwistern auf. Er absolvierte eine Lehre zum Müller und wurde 1943 als 17-Jähriger zum Kriegsdienst eingezogen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs geriet der Fallschirmjäger zunächst in italienische, dann in US-amerikanische und schließlich in britische Kriegsgefangenschaft. Schulte kam als kriegsgefangener Landarbeiter nach Schottland, wo er bis zum Januar 1949 lebte. Hier erlebte der Agnostiker Schulte seine Bekehrung.
Nach seiner Rückkehr nach Deutschland arbeitete er zunächst in seinem erlernten Beruf als Müller in Düsseldorf, wo er bereits feierabendlich Evangelisation betrieb. Anton Schulte ließ sich schließlich an der Bibelschule Wiedenest zum Evangelisten ausbilden.
Eine erste Anstellung fand Schulte beim Jugendevangelisationswerk Jugend für Christus (JFC). Ab Dezember 1953 war er als erster deutscher Evangelist in einer wöchentlichen Rundfunksendung bei Radio Monte Carlo zu hören. Da sein Arbeitgeber JFC die Rundfunkevangelisation akzentuell und finanziell nicht mittrug, gründete Anton Schulte 1954 im Westerwalddorf Wölmersen den Verein Missionswerk Neues Leben, der fortan seine Rundfunkarbeit finanziell förderte.
1959 gehörte Anton Schulte zu den Mitgründern des Evangeliums-Rundfunks (heute ERF-Medien) in Wetzlar.
Anton Schulte versuchte immer wieder aufs Neue, oft im Widerstreit mit konservativen und technikfeindlichen evangelikalen Kreisen, aktuelle technische Entwicklungen zu sehen und für die Evangelisation zu nutzen.
Im Ruhestand lebte er mit seiner zweiten Ehefrau Heidi Kühnel, mit der er seit 1991 verheiratet war, zunächst auf der Kanarischen Insel Lanzarote, kehrte jedoch nach Deutschland zurück und lebte bis zu seinem Tod mit seiner Familie in Balve im Sauerland. Aus der Ehe mit seiner verstorbenen Ehefrau Hermine Schulte gingen zwei Söhne hervor, Peter und Wilfried, die im Vorstand des Missionswerkes in Wölmersen mitarbeiteten.
Weblinks
- Literatur von und über Anton Schulte im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Anton Schulte im Lexikon Westfälischer Autorinnen und Autoren
Seite „Anton Schulte“ in der deutschsprachigen Wikipedia
Bibliografische Angaben für Seite „Anton Schulte“:
Herausgeber: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie.
Autor(en): Wikipedia-Autoren, siehe Seitenhistorie/Versionsgeschichte
Datum der letzten Bearbeitung: 22. Dezember 2023 um 13:41 Uhr
Datum des Abrufs: 21. April 2026, 23:12 Uhr
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Lieder
Folge niemals dem Rat der gottlosen Leute
O Gnade Gottes, wunderbar (Übertragung ins Deutsche)
Verweise
Missionswerk Neues Leben trauert um Anton Schulte (Nachruf/Kurzbiographie)
Mensch Anton – über das Leben und Wirken des Gründers des Missionswerks „Neues Leben“. Anton Schulte/Sabine Langenbach. 1., überarb. Auflage. Christliche Verlagsgesellschaft, Dillenburg, 2015. [Autobiographie/Erlebnisbericht; Eintrag im Katalog der DNB/Inhaltsverzeichnis als PDF]
Schulte, Anton: O diese Frommen! „nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat“. ABC-Team; Nr. 464: Paperback. Brunnen-Verlag, Giessen/Basel 1990. Herstellung: St.-Johannis-Druckerei, Lahr [ISBN 3-7655-2464-6] – Digitalisat als PDF und in anderen Formaten downloadbar bei Sermon Online.
„Oh, diese Frommen!“ – Anton Schulte, selbst einer jener
Frommen, hat erfahren, wie oft sich Christen, die es mit
dem Glauben ernst meinen, gegenseitig das Leben
schwer machen. Es geht um persönliche Glaubensprägung
und biblisch fundierte Wahrheit, um falschverstandene
Freiheit und ängstliche Gesetzlichkeit. Anton Schulte ruft zu einer glaubwürdigen Frömmigkeit auf, die sich am Gebot Jesu orientiert, Gott μnd den Nächsten zu lieben. ─ Die Gliederung in kurze Abschnitte ermöglicht ein leichtes Lesen des Buches; zahlreiche Beispiele illustrieren die fundierten Aussagen.
Oh Gott, warum? – Im Leid geborgen. Tagebuchnotizen von Anton Schulte – Bibel-Shop-Verlag, Anton Schulte, 58566 Kierspe, 1996 [ISBN 3-929738-08-2] – Digitalisat als PDF und in anderen Formaten downloadbar bei Sermon Online.
Anton Schulte läßt die Leser seiner Tagebuchnotizen Einblick nehmen in das Vertrauen, aber auch in das Bangen, Fragen und Zweifeln seines Herzens. Ebenso gibt er Einblicke in die Glaubenszuversicht seiner krebskranken Frau. Ein sehr offenes, persönliches, aber auch mutmachendes Buch für angefochtene Leute und ein Trostbuch im Blick auf die Ewigkeit.
Hermine Schulte war 36 Jahre mit dem bekannten Evangelisten und Gründer des Misssionswerks „Neues Leben“ verheiratet. Als Mutter von zwei Söhnen und Ergänzung ihres Mannes hinterließ sie viel Segen.
Schulte, Anton: …und führte sie zu Jesus.
Unveränderter Auszug aus dem Buch:
„Evangelisation – praktisch“ von Anton Schulte, TELOS-Paperback Nr. 1157, 260 Seiten, Brendow Verlag, D-4130 Moers © 1986 Brendow Verlag. Digitalisat als PDF und in anderen Formaten downloadbar bei Sermon Online.
Vom Glauben reden – das möchten viele Christen. Es ist unsere vordringlichste Aufgabe, daß wir entsprechend unserer Lebensweise als Christen auch sagen, wer uns dazu die Kraft und die Wegführung gibt. Jesus Christus zu bezeugen ist aber für manchen Christen leichter gesagt als getan. In diesem Heft möchte ich Mut machen, einfach und zielstrebig die gute Nachricht von Jesus Christus so weiterzusagen, wie man sie selbst erfahren hat. Wenn Gott aber mein Zeugnis von Jesus Christus gesegnet hat und mein Gesprächspartner fragt: „Was muß ich denn tun, um errettet zu werden?“, gebe ich hier eine einfache Anleitung, anhand der Bibel den Weg zur Annahme des Heils zu zeigen. (Anton Schulte)
Anton Schulte: Familie Gutermut. Mit Zeichnungen von Walter Rieck. 2. Auflage 1964. Verlag Brendow & Sohn, Duisburg-Ruhrort. – Digitalisat als PDF und in anderen Formaten downloadbar bei Sermon Online.
„Selten habe ich mit so dankbarer Freude ein Buch für die Familie und die Kinder gelesen. In der Gestalt von Kurzgeschichten aus dem Leben einer vierköpfigen Familie, mit treffenden Zeichnungen illustriert, wird hier mit einem aus dem Glauben kommenden Humor und zugleich mit heiligem Ernst eine Fülle von praktischen Ansatzpunkten der Frohen Botschaft
im Leben der Familie dargeboten.“
(Jugendpfarrer Paul Deitenbeck)