Mel.: „Gott des Himmels“ etc. oder „Jesus, Jesus, nichts als“
1) Amen, Amen! lauter Amen
Hat des treuen Gottes Mund.
Und er führt vorlängst den Namen,
Das in ihm der Wahrheit Grund;
Was er sagt, trifft alles ein,
es muß Ja und Amen sein.
2) Die Verheißung kann verziehen;
kommt nicht bald was er verspricht,
muss man doch den Zweifel fliehen,
weil sein Wort er niemals bricht.
Ist die rechte Zeit nur da,
so wird alles lauter Ja.
4) Hat er es doch so gehalten
Von dem Anbeginn der Welt;
Seine Wahrheit wird auch walten,
Bis die Welt zu Boden fällt,
Weil er jetzund und fortan,
Sich nicht selber leugnen kann,
5) Er sprach einmal nur: es werde!
Da vorhin doch gar nichts war,
So ward Himmel und die Erde,
Und sein Machtwort stellte dar,
Daß ihm nichts unmöglich sei,
Und es bleibet noch dabei.
6) Nicht ein Wort ist, das vergebens
Auf die Erde fallen kann;
Also giebt das Wort des Lebens
Sich zum treuen Zeugen an:
Der uns seinen Sohn versprach,
Kam auch seinen Worten nach.
7) Wohl! mein Herz, du kannst ihm trauen;
Was er dir verheißen hat,
Wirst du auch erfüllet schauen,
Kommt es gleich bisweilen spat,
Und er spart es weit hinaus,
Es wird doch ein Amen draus.
8) Amen! Herr, du wirst er füllen,
Was dein treuer Mund verspricht,
Das erwart ich nun im Stillen,
Bis es in der That geschicht,
Daß du die Erfüllung gebst,
Amen! Ja, so wahr du lebst.
Liedtext: Benjamin Schmolck (1672-1737)