I. Das Wort Gottes.

1. Frage: Aus welcher Quelle lernst du die Religions=Wahrheiten kennen?

Antwort: Aus der Bibel, den heiligen Schriften des Alten und des Neuen Testamentes, dem Worte Gottes.

2. Frage: Warum nennst du die Bibel das Wort Gottes?

Antwort: Weil diese Bücher auf Antrieb und unter Leitung des Geistes Gottes geschrieben sind.

3. Frage: Weshalb hat uns Gott dieses Buch gegeben?

Antwort: Damit wir einen gewissen und deutlichen Unterricht über das Wesen Gottes und die Natur des Menschen und eine hinreichende Unterweisung zu unserer Seligkeit besitzen möchten.

4. Frage: Darf dir Jemand das Wort Gottes zu lesen verbieten?

Antwort: Nein! Was mir Gott selbst gegeben hat, darf mir kein Mensch nehmen. Das Verbot würde mir Schaden bringen für meine Seele und eine Zurücksetzung der Gabe Gottes sein. Gott hat’s nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich geboten, sein Wort zu lesen.

Jesaja 34, 16 LUT: Suchet nun in dem Buch des HERRN und leset! es wird nicht an einem derselben fehlen; man vermißt auch nicht dies noch das. Denn er ist’s, der durch meinen Mund gebeut, und sein Geist ist’s, der es zusammenbringt.
2. Timotheus 3, 15-16: Weil du von Kindheit an die heiligen Schriften kennest, welche dich belehren können zur Seligkeit, die da ist durch den Glauben an Jesum Christum. Alle von Gott eingegebene Schrift ist nützlich zur Belehrung, zur Widerlegung, zur Besserung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit. [Tractat für die Seelsorge hierzu von Wilh. Löhe]
Ev. Johannes 20, 30-31: Auch viele andere Zeichen hat Jesus getan vor dem Angesicht Seiner Jünger, welche nicht geschrieben stehen in diesem Buch. Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubet, daß Jesus sei Christus, der Sohn Gottes; und damit ihr, da ihr glaubet, das Leben habet in Seinem Namen.
Ev. Johannes 5, 39: Forschet in den Schriften, weil ihr meinet, das ewige Leben in ihnen zu haben; und sie sind’s, die von mir zeugen.
1. Thessalonicher 5, 27: Ich beschwöre euch bei dem Herrn, daß dieses Schreiben allen geheiligten Brüdern vorgelesen werde.
Kolosser 4, 16: Und wenn der Brief bei euch gelesen ist, so schafft, daß er auch in der Gemeinde zu Laodizea gelesen werde und daß ihr den von Laodizea lest.
2. Petrus 1, 19-21: Und wir haben desto fester das prophetische Wort, und ihr tut wohl, daß ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint in einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen. Und das sollt ihr für das Erste wissen, daß keine Weissagung in der Schrift geschieht aus eigener Auslegung. Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht; sondern die heiligen Menschen Gottes haben geredet, getrieben von dem heiligen Geist.

Quelle:

Die neuen Lehren der römisch-katholischen Kirche – im Vergleich mit der alten Lehre des Herrn und seiner Apostel in siebenzig Fragen mit mehr als 150 Belegstellen des Alten Testaments nach L. van Eß und des Neuen Testaments nach Kistemakers bischöflich approbirter Uebersetzung. Stuttgart, 1871. Druck und Verlag von J. F. Steinkopf.

In 70 Fragen und Antworten dargestellt. 48 Seiten. [Digitalisat verfügbar]

Buchempfehlung:

Bühne, Wolfgang: Ich bin auch katholisch – Die Heilige Schrift und die Dogmen der Kirche. CLV – Christliche Literaturverbreitung, 6. Aufl. 2010. ISBN 978-3-89397-122-0.
Der Download des Buches als kostenlose pdf ist möglich.

Die römisch-katholische Kirche hat in den letzten Jahren nicht nur ihren Einfluß in der Gesellschaft stark vergrößert, sondern sie fasziniert auch mit ihrem Repräsentanten immer mehr Christen anderer Bekenntnisse, denen die eigene, oft liberale und pluralistische Glaubensgemeinschaft angesichts der Geschlossenheit der römisch-katholischen Kirche immer fragwürdiger scheint.

Dieses Buch soll dazu anregen, die fundamentalen Glaubenslehren der Katholischen Kirche zu überdenken und mit der Heiligen Schrift zu vergleichen.

Seite Bibelverbot in der deutschsprachigen Wikipedia


Eingestellt am 10. Juli 2026