1) Und dennoch, wenn’s auch tobt und stürmt
und Dunkel mich umhüllt,
wenn Woge sich auf Woge türmt
und fast mein Schifflein füllt,
ja, dennoch will ich stille sein,
nicht zagen in Gefahr,
will flüchten mich in Gott hinein
und ruhn da immerdar,
will flüchten mich in Gott hinein
und ruhn da immerdar.
2) Gleichwie ein neugebornes Kind
liegt still im Mutterschoß und,
trotz dem allerstärksten Wind,
ist froh und sorgenlos: So will auch ich,
mein treuer Hort, mich Dir fest anvertraun
und stille auf Dein göttlich Wort
in Nacht und Stürmen baun,
und stille auf Dein göttlich Wort
in Nacht und Stürmen baun.
3) So wüte nur, du wildes Meer,
und droh nur, Felsenriff!
Es ist der allgewaltge Herr
in meinem kleinen Schiff.
Er ist der Mann, Er führt’s hinaus,
obwohl ich Staub nur bin;
Er bringt mich durch des Meers Gebraus
zum Friedenshafen hin,
Er bringt mich durch des Meers Gebraus
zum Friedenshafen hin.
Liedtext: Friedrich Traub (1873-1906)
Quelle:
Lied Nr. 116, in: Sieges-Lieder für die Versammlungen der Zelt-Mission, 5. vermehrte Auflage 1916. Buchhandlung der deutschen Zeltmission, Geisweid/Nordrhein-Westfalen – Schriftenniederlage Asyl Remismühle/Kanton Zürich (Digitalisat des Gesangbuches, mit Notensatz, 4stimmig; jeweils externe Links zu Hymnary.org)