Lebt wohl! Lebt wohl! Ich gehe, um zu streiten
Für den, der für mich stritt.
Ich fürchte nichts: Mein Herz ist voller Freuden,
Der König geht ja mit, lebt wohl!
Lebt wohl! Lebt wohl! Ich gehe, um zu dulden
Für den, der für mich litt.
Preis sei dem Lamm , das zahlte meine Schulden!
Ihm weihe alles ich, lebt wohl!
Lebt wohl! Lebt wohl! Ich gehe, um zu sterben
für den, der für mich starb.
Ich bin erlöst und werde nicht verderben,
Weil er mir Heil erwarb. Lebt wohl!
Lebt wohl! Lebt wohl! Lebt wohl, auf Wiedersehen
Vor Gottes Angesicht,
Nach heißem Kampf und überstandnen Wehen
Als Sieger dort im Licht! Lebt wohl!
Chinamissionar Friedrich Traub (1873-1906)
Am 27. August 1899 nahm Traub von Vandsburg Abschied. An die Freunde in der Heimat hatte er die Bitte: »Betet für mich, daß Christus hoch gepriesen werde an meinem Leibe, es sei durch Leben oder durch Tod!« Was den jungen Missionar beim Aufbruch nach China innerlich bewegte, hat er ergreifend in den hier wiedergegebenen Versen ausgesprochen.
Quelle:
Pagel, Arno: Ehret, liebet, lobet ihn! Aus dem Leben und Schaffen der Liederdichter Hiller, Knapp, Barth und Traub. Liebenzeller Mission, Bad Liebenzell 1986, S. 138f. ISBN 3-88002-309-3 (= Telos-Bücher; 2301; Telos erzählende Paperback). (Digitalisat, PDF)