Siegmund Friedrich Lorenz wurde geboren zu Straßburg im Elsaß im Jahre 1727. Er wirkte als führender pietistischer Prediger, Autor christlicher Schriften und von 1768 an als Professor der Theologie. Einer seiner Schüler war der spätere Pfarrer und Patriarch des Steinthals, Johann Friedrich Oberlin. Lorenz wirkte bis zu seinem Tod im Jahre 1783 als Amtprediger zu Jung-St.-Peter.
Bekannt geworden ist Lorenz insbesondere als Verfasser des vielfach in den elsässischen Familien verbreiteten und beliebten Erbauungsbuches, allgemein unter dem Volk Lorenzbüchel genannt, das 1785 zu Tübingen in zwei Bänden unter dem Titel „Gottgeheiligte Sonntags=Ruh“ erschien. Eine andere, zweibändige Sammlung führt den Titel „Sonntägliche Gottgeheiligte Abendruh“ und erschien 1784 ebenfalls in Tübingen. Der Band „Passionsandachten“ wurde 1778 in Greitz veröffentlicht. Seine Werke sprechen durch ihre Wärme, Popularität und Gemütlichkeit an.
Aus: Mitteilungen aus der Geschichte der evangelischen Kirche des Elsasses. Von Timotheus Wilhelm Röhrich, Pfarrer zu St. Wilhelm. Zweiter Band, enthaltend Evangelische Zeitbilder, und die Kirche der Väter unter dem Kreuz. Paris, Verlag von Treuttel und Würtz und Straßburg, Nämliches Haus, 1855, S. 292.
Lieder
Bist du gleich ferne von Bekannten
Weblinks und Verweise
Lorenz, Siegmund Friedrich: Betrachtung über die Herrlichkeit des großen Auferstehungs=Tags für glaubige und geheiligte Seelen. [Digitalisat pdf]