Psalm 105, 8 (Johann Arnd)

Der HErr gedenkt ewig an Seinen Bund, des Worts, das Er verheißen hat auf viele Tausende für und für. (Psalm 105, 8)

Aus diesen Worten haben wir diesen herrlichen Trost:

1. Daß wir ein friedsam und ruhig Gewissen haben wider alle Anfechtung des Teufels, weil wir wissen, daß Gott einen ewigen Bund mit uns gemacht hat, denselben mit einem Eide bestärkt, und durch das Blut Christi hat lassen bestätigen, so werden wir in Ewigkeit sicher sein vor dem Teufel und ewiger Verdammnis.

2. Weil der Bund ewig ist, so kann uns auch in Ewigkeit keine Kreatur davon scheiden (Römer 8, 39); es gehe uns in der Welt, wie es wolle, wir seien arm, elend, verlassen, verachtet, verfolgt, geschmäht, unterdrückt, erwürgt, so bleibt doch dieser Bund ewig, und kann ihn keine Kreatur aufheben.

3. Weil es ein Gnadenbund ist, so ist er nicht gegründet auf unser Verdienst, sondern auf Gottes Gnade und auf das Verdienst Christi: Darum, wenn wir straucheln und diesen Bund übertreten, so hat Gott die Buße verordnet, dadurch wir wieder aufstehen und wieder eingenommen werden, wenn wir daraus fallen: „Meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund des Friedens soll nicht hinfallen“ etc., Jesaja 54, 10. Das soll der Bund sein: Ich will ihnen ihre Sünde vergeben, und derselben nimmermehr gedenken, Jeremia 31, 33.34.

(Johann Arnd)

Quelle:

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Eingestellt am 23. März 2026