Das ist eine sel’ge Stunde (Württ. Gesangbuch #97)

1) Das ist eine sel’ge Stunde,
Jesu, da man Dein gedenkt
und das Herz von Herzensgrunde
tief in deine Wunden senkt.
Wahrlich, nichts als Jesum kennen,
Jesum suchen, finden, nennen,
das erfüllet unsre Zeit
mit der höchsten Seligkeit.

2) Jesu, deine Gnadenquelle
fließt so gern ins Herz hinein;
deine Sonne scheinet helle,
denn Du willst genossen sein.
Und bei aller Segensfülle
ist dein Wunsch und ernster Wille,
daß man, weil dein Brünnlein voll,
unaufhörlich schöpfen soll.

3) Nun, so laß auch diese Stunde
dein Gedächtnis in uns sein;
in dem Herzen, in dem Munde
leb’ und herrsche Du allein.
Laß uns Deiner nie vergessen!
Wie Maria still gesessen,
da sie deinen Mund gehört,
mach das Herz dir zugekehrt!

Liedtext: Ernst Gottlieb Woltersdorf (1725-1761)
Melodie: 16. Jahrhundert / Christoph Anton 1681 / Darmstadt 1687 “Alle Menschen müssen sterben”
Andere Melodieen: 1661, W. Weßnitzer; A. Sauer

Verweise:

Liedeintrag bei Hymnary.org

Notensatz, 4stimmig (A. Sauer, externer Link zu Hymnary.org)

Lied Nr. 1, in: Evangelisches Gesangbuch für die Provinz Pommern, S. 1, Stettin 1918 (3 Strophen)

Lied Nr. 26, in: Pilgerklänge, eine Liedersammlung für Erbauungs- und Heilsversammlungen, S. 24. Editor: Friedrich Munz. Publisher: Jennings and Graham, Cincinnati/USA, 1905

Lied Nr. 97: Gesangbuch für die evangelische Kirche in Württemberg, Schmuckausgabe 1912, S. 110 (Verlagskontor des evangelischen Gesangbuchs, Stuttgart)