Sonne der Gerechtigkeit (EG 262, 263)

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1. Sonne der Gerechtigkeit,
gehe auf zu unsrer Zeit;
brich in deiner Kirche an,
daß die Welt es sehen kann.
Erbarm Dich, Herr!

2. Weck die tote Christenheit
aus dem Schlaf der Sicherheit,
daß sie deine Stimme hört,         [mache deinen Ruhm bekannt]
sich zu deinem Worte kehrt.      [überall im ganzen Land]
Erbarm Dich, Herr!

3. Schaue die Zertrennung an,
der sonst niemand wehren kann;
sammle, großer Menschenhirt,
alles was sich hat verirrt.
Erbarm Dich, Herr!

4. Tu der Völker Türen auf;
deines Himmelreiches Lauf
hemme keine List noch Macht.
Schaffe Licht in dunkler Nacht!
Erbarm Dich, Herr!

5. Gib den Boten Kraft und Mut,
Glauben, Hoffnung, Liebesglut,   [Glaubenshoffnung, Liebesglut]
und laß reiche Frucht aufgehn,    [laß viel Früchte deiner Gnad,]
wo sie unter Tränen sä’n.              [folgen ihrer Tränensaat.]
Erbarm Dich, Herr!

6. Laß uns deine Herrlichkeit
sehen auch in dieser Zeit                 [ferner sehn in dieser Zeit]
und mit unsrer kleinen Kraft
suchen, was den Frieden schafft.   [üben gute Ritterschaft.]
Erbarm Dich, Herr!

7. Laß uns eins sein, Jesu Christ,
wie du mit dem Vater bist,
in dir bleiben allezeit,
heute wie in Ewigkeit.
Erbarm Dich, Herr!

8. [7.] Kraft, Lob, Ehr und Herrlichkeit
sei dem Höchsten allezeit,
der, wie Er ist drei in ein,
uns in ihm läßt eines sein.
Erbarm Dich, Herr!

Text: nach Christian David (1692-1751) und J.F. Bahnmaier

Text in [ ]: neu gestaltet von Otto Riethmüller 1932
Melodie: Böhmen 1467, Nürnberg 1556, Böhmische Brüder um 1560

Quellen:

Otto Riethmüller: Ein neues Lied. Ein Liederbuch für die deutsche evangelische Jugend. Berlin (Burckhardthaus) 1932, Nr. 129

Schriftstellen:

Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln; und ihr sollt aus und eingehen und hüpfen wie die Mastkälber.
(Maleachi 3, 20 LUT)