Die Armen als Hörer

John Wesley zog stets die mittleren und niederen Klassen den wohlhabenden vor. Er sagte: “Wenn ich wählen könnte, so würde ich immer noch wie bisher den Armen  das Evangelium predigen”.  Als er in der Kirche zu Monktown, einem großen, alten, baufälligen Gebäude gepredigt hatte, sagte er:

“Ich glaube, es ist kaum in diesem Jahrhundert eine solche Versammlung darin gewesen. Viele von ihnen waren feine, elegante Leute, darum sprach ich von den ersten Anfangsgründen das Evangeliums, aber ich war immer noch zu tief für sie. O, wie schwer ist es, flach genug für eine feine Zuhörerschaft zu sein!” (Anekdoten von Wesley)

Der Geist des HERRN ist bei mir, darum, daß er mich gesalbt hat; er hat mich gesandt, zu verkündigen das Evangelium den Armen, zu heilen die zerstoßenen Herzen, zu predigen den Gefangenen, daß sie los sein sollten, und den Blinden das Gesicht und den Zerschlagenen, daß sie frei und ledig sein sollen. (Lukas 4, 18)

Aus: Charles Haddon Spurgeon, Federn für Pfeile, oder Illustrationen für Prediger und Lehrer (autorisierte Übersetzung von E. Spliedt)
Bildnachweis: John Wesley (Wikimedia Commons)